Christentum und Islam, eine Betrachtung

(Der Text ist dem Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“ entnommen).

 

Sure 9 Vers 5, welche von manchen Muslimen als Befehl Allahs, die Ungläubigen (Christen) zu töten, verstanden wird und als Rechtfertigung für kriegerische Aktionen gegen Christen gesehen wird, sagt eigentlich anderes. Nimmt man die Verse davor und danach, so ergibt sich ein anderer Zusammenhang. In Vers 4 wird verlangt, dass Verträge, welche mit „Ungläubigen“, geschlossen wurden, einzuhalten sind. Und darüber hinaus soll sogar den Ungläubigen (auf ihren Wunsch hin) Zuflucht und nach dem Ende deren Gefährdung freies Geleit in seine Heimat gewährt werden.

Der Korantext:

Vers 3: …Und verheiße den Ungläubigen schmerzliche Strafe.

Vers 4: Ausgenommen sind jedoch diejenigen der Götzendiener, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen habt und die es hernach in nichts fehlen ließen und noch keinem wider euch beistanden. Ihnen gegenüber müsst ihr den Vertrag bis zu der (ihnen bewilligten) Frist halten…

Vers 5 (der „Beweis“ für die „Pflicht, Christen zu töten“):
Sind aber die heiligen Monate verflossen, so erschlaget die Götzendiener, wo ihr sie findet, und packet sie und belagert sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf….
Vers 5 jedoch weiter:
… So sie jedoch bereuen und das Gebet verrichten und die Armensteuer zahlen, so lasst sie ihres Weges ziehen…
Vers 6 (nach Ende der Kriegshandlungen freies Geleit):
Und so einer der Götzendiener dich um Zuflucht angeht, so gewähre ihm Zuflucht, auf dass er Allahs Wort vernimmt. Alsdann laß ihn die Stätte seiner Sicherheit erreichen.

Auch der von eigentlich gegenteiligen Interessensgruppen verwendete Vers 29, welcher von islamischen Gotteskriegern FÜR die Ermordung von Christen Grundlage ist, von den „Islam-Warnern“ als Grundlage für die Bedrohung DURCH den Islam Grundlage ist, hat Raum für eine andere Interpretation:

Zum ersten ist der Ruf an die Soldaten, im Namen Gottes den Feind zu bekämpfen, universell und wurde schon immer von nahezu allen Kriegsgemeinschaften verwendet, sei es im Kampf gegen die Christen, sei es in der Gegenreaktion, den Kreuzzügen, sei es der Ruf der Franzosen oder der Deutschen im gegenseitigen „vaterländischen“ Krieg („Gott mit uns“ etc…..), in allen Zeiten war der Beistand Gottes ein wesentliches Element zur Mobilisierung der Truppen.

Einen zweiten Gesichtspunkt sollte man des weiteren nicht außer acht lassen, denn dass Mohammed von den Anhängern der „Schrift“ spricht, könnte ein Hinweis darauf sein, dass im 7. Jahrhundert nach Christus die Bibel nicht mehr alleine die Worte Christi enthielt, sondern durch die Hinzufügung des Alten Testamentes eine nicht unwesentliche Änderung erfuhr, welche sehr wahrscheinlich Mohammed bekannt gewesen sein könnte. Es ist fraglich, ob er mit dem Kampf gegen die Anhänger der Schrift die Sammlung der Worte Christi meinte oder das gesamte Testament. Etwa dreihundert Jahre vor Mohammed gab es in der christlichen Religion einen Richtungsstreit, welcher während des Konzils von Nicäa zugunsten der Bibel, bestehend aus Altem und Neuem Testament, entschieden wurde.

Der Widerspruch zwischen der Lehre der Muslime, nämlich dass Christus eines Tages als Erlöser aller Menschen (auch der Muslime) erscheinen wird und auf der anderen Seite der Befehl, gegen die Christen als Ungläubige kämpfen zu müssen, könnte in dieser Betrachtung seine Erklärung finden und vielleicht einen Weg zeigen, dass ein friedliches Miteinander von Muslimen und Christen das eigentliche Ziel von Mohammed gewesen sein könnte.
Hier der entscheidende Vers:

Vers 29: Kämpfet wider jene von denen, welchen die Schrift gegeben ward, die nicht glauben an Allah und an den Jüngsten Tag und nicht verwehren, was Allah und sein Gesandter verwehrt haben, und nicht bekennen das Bekenntnis der Wahrheit, bis sie den Tribut aus der Hand gedemütigt entrichten.

Betrachtet man die Überlieferung der Schrift (der Bibel) mit kritischen Augen (Siehe unter anderem: Konzil von Nicäa, Origenes), so wäre es durchaus möglich, dass die Bibel bereits zur Zeit Mohammeds Fälschungen enthielt, welche heute beispielsweise noch daran erkennbar sind, dass von Christus in der Bibel widersprüchliche Aussagen existieren. Es ist möglich, dass Mohammed diese Fälschungen kannte. Der Konflikt zwischen der Aufforderung, gegen Christen zu kämpfen und der Vision, dass Christus eines Tages die Welt in einen Frieden führen wird, würde sich damit auflösen, wenn sich beide Seiten, Christen und Moslems, auf die Suche nach der Wahrheit begeben würden. Die Vision einer Wiederkehr Christi könnte das große, einigende Band zwischen Islam und Christentum werden. Die Menschen würden erkennen, dass der tiefe Graben zwischen beiden Religionen kein Graben ist, sondern dass beide Religionen nur einen Weg suchen, Gott zu erfahren. Und die Erkenntnis, dass wir nur unterschiedliche Wege gehen, lässt uns auch verstehen, dass andere Kulturen in ihrer Religion nur andere Wege auf der Suche nach Gott sein können.

 

Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

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