Kompress

Zusammenfassung der neuen und erweiterten Theologie

Für eine erste Information über den Inhalt einer neuen und erweiterten Theologie soll der folgende Text als kurze und unvollständige Skizzierung des Buches „Neue Theologie Physik Indizien Experiemente“ https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ dem Besucher der Webseite dienen.

Leben in einer nichtrealen Welt.

Mit einer großen Wahrscheinlichkeit können wir annehmen, dass wir nicht in einer realen Welt, sondern in einer virtuellen Welt existieren; vielleicht sind wir nur Teil eines Traumes Gottes.
Die indizielle Herleitung und Nachweisführung dieser Annahme wird im Buch „Neue Theologie….“, von der Frage ausgehend, nicht wie klein das kleinste Materieteilchen als Grundlage einer Realität wäre, sondern wie ein ERSTES Teilchen aus dem Nichts entstehen könnte, beschrieben, begründet und zur Diskussion gestellt.
Ein einfaches Experiment über die Ausdehnung unseres Universums (auch hier auf dieser Webseite als Video) zeigt, dass unser Universum mit einer hohen Wahrscheinlichkeit nur virtuell sein kann.

Die Entstehung des Seins.

Vor der Entstehung irgendeiner Form des Seins MUSS es ein absolutes Nichts gegeben haben.
Wenn aus dem Nichts ein Etwas, ein Sein, entstanden ist, könnte dies, da NICHTS vorhanden ist, über eine Teilung, einen Zerfall des absoluten Nichts entstanden sein.
Eine indizielle Beweisführung eines Zerfalls des absoluten Nichts in ein Sein wird im Buch „Neue Theologie….“ über die Erörterung der Grundlagen unserer Welt als wahrscheinliche Möglichkeit gezeigt.
Dabei ergibt sich und wird indiziell nachgewiesen, dass unsere Welt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ausschließlich auf virtuellen Grundlagen (Hoffnung, Glaube, Gut und Böse,….) aufgebaut ist, und dass die Bereiche Physik, Chemie, Mathematik lediglich spezielle Teilbereiche dieser virtuellen Eigenschaften sein könnten.

Die Erörterung zu dieser Frage des Zerfalls des Nichts führt außer der vorigen Erkenntnis zu zwei weiteren möglichen Erkenntnissen, und dies wird ausführlich begründet, nämlich einmal, dass Gut und Böse nicht für sich negativ oder positiv, sondern dass beide das Gleiche sind, ausschließlich eine Bipolarität in der Wirkung besitzen und sich nur in den Anteilen der Wirkungen unterscheiden.
Die Erörterung zu dem möglichen Zerfall des Nichts erlaubt es, sich in der Folge der Frage nach dem Sinn unserer Existenz zu nähern.

Der Sinn unserer Existenz.

Mit einer großen Wahrscheinlichkeit lässt sich aus der Erkenntnis, dass unser Sein über einen Zerfall des Nichts in die beiden Grundlagen unserer Welt, Gut und Böse, entstanden ist, das Ziel, der Sinn unserer Existenz formulieren.
Dieses Ziel könnte darin liegen, dass dann, wenn wir unser jetziges Sein, welches in unserer Welt in der Mehrheit auf der Wirkung und Erschaffung von negativen Handlungen beruht (im Buch „Neue Theologie….“ wird gezeigt, dass der Unterschied zwischen Gut und Böse zwar die gleiche Grundlage enthält, die Wirkung einer Handlung in der Mehrzahl Negatives bei weniger Gutem bewirkt), so zu handeln, dass das Gute MEHR wird. Dieses Mehrwerten an Gutem könnte dann, wenn die Gleichheit erreicht oder überschritten wird, entweder zu einer Verschmelzen in einem neuen absoluten Nichts oder zu einer Erschaffung einer echten Realität (Ewigkeit) kommen.

Dass dieser Punkt, das Erreichen einer Gleichheit von Gut und Böse oder das Überschreiten zu einem Mehr an Gutem, nicht zu einer Auslöschung unseres Seins und damit zur Verschmelzung in ein neues absolutes Nichts führen, sondern dass damit eine echte Realität entstehen könnte, lässt sich mit der Grundaussage der möglichen Überlieferungen der Worte Gottes aller Religionen zeigen, welchen die Forderung zur Erschaffung des Guten zugrunde liegen.

Die Entstehung Gottes.

Mit dem Zerfall des Nichts könnte eine Form eines Bewusstseins entstanden sein, die wir als Gott bezeichnen mögen.
Damit könnte dieses Bewusstsein über die Suche nach dem Raum seiner Existenz die Erkenntnis seiner Nichtrealität erkannt haben (dass sich die Grundlage unserer Welt auf Formen von Wellen oder Schwingungen ergibt, könnte in der Suche des Bewusstseins nach den Grenzen seiner Existenz begründet werden).
Damit definiert sich das sehr wahrscheinlich notwendige Ziel, eine Realität zu erschaffen. Realität bedeutet aber, dass aus einem virtuellen Zustande ein dauerhafter, ewiger Zustand geschaffen wird.
Dieses Ziel der Erschaffung einer Realität könnte nicht aus seiner virtuellen Existenz selbst geschehen, sondern das Bewusstsein muss ein Regelwerk mit mindestens zwei voneinander relativ unabhängigen virtuellen Welten erschaffen, um so eine Trennung der Handlungen von seinem eigenen Sein zu ermöglichen. Zwei Welten und Regelwerke deshalb, weil dann, wenn die erste Welt (sehr wahrscheinlich die Welt der Seelen, des Jenseits) wiederum eine neue Welt, ein eigenes Regelwerk erschafft, und damit dann ein weiteres, von dem Bewusstsein relativ unabhängiges Regelwerk für das Ziel, die Erschaffung einer Realität, möglich werden lassen könnte.

Die Welt des Jenseits

Dass es ein Leben nach dem Tod gibt und dass wir Lebewesen sehr wahrscheinlich nicht nur aus Körper und Geist, sondern auch aus einem dritten Element, einer Seele, bestehen, wird im Buch „Neue Theologie….“ indiziell nachgewiesen. Dazu wird ein Experiment betrachtet und interpretiert, welches zeigt, dass es eine Seele, sehr wahrscheinlich in einer höherdimensionalen Welt geben könnte.

Ein weiterer indizieller Nachweis erfolgt über die Betrachtung der Frage nach einem Leben nach dem Tod. Dass das Leben nicht mit dem Tod beendet ist, wird über die Betrachtung des O2-Gehaltes im Blut im Augenblick des Sterbens als sehr wahrscheinlich gezeigt.

Damit ergibt sich die Frage nach dem Zusammenhang zwischen unserem „irdischen“ Bereich und unserer Seele.
Wenn es zwei unterschiedliche Dimensionen gibt, so muss es auch einen „Trenn-“ Bereich geben. Im Buch „Neue Theologie….“ wird dieser Trennbereich erörtert. Es wird ein geometrisches Modell des Trennbereiches beider Dimensionen beschrieben, welches Antworten auf viele bisher unbeantwortete Fragen ermöglicht, wie beispielsweise die Frage, warum wir ohne Schlaf sterben müssen, wie eine Verbindung mit dem Jenseits möglich sein könnte, was die Ursachen der Erlebnisse im Nahtodbereich sind, und viele weitere Antworten zu unserem Leben und der Mystik.

Die Kommunikation mit unserer Seele

Dass eine Verbindung zwischen uns und einer Form eines höheren, uns zugehörigen Bewusstseins und darüber hinaus es eine Verbindung mit anderen Lebewesen sehr wahrscheinlich ist, zeigen uns die Erfahrungen und Erlebnisse (Übertragung zukünftiger möglicher Ereignisse, die Information, wenn der Ehemann im Krieg fällt,…). Besonders in der REM-Phase während des Schlafes ist eine Verbindung mit einer größeren Ebene des Bewusstseins sehr wahrscheinlich. Diese Verbindung könnte in einem Zusammenhang mit den Thetawellen gesehen werden, welche das Gehirn während der REM-Phase erzeugt.
Mehr dazu im Buch „Neue Theologie….“.

Weitere Bereiche der Theologie

Zu weiteren, eigentlich latent unsicheren Bereichen und offenen Fragen der Religionen, beispielsweise die Fragen zur Theodizee, also ob Gott für unser Glück oder Unglück verantwortlich gemacht werden kann, oder wie sicher die Überlieferungen des Wortes Gottes an Menschen sein könnten, werden Lösungsansätze formuliert und zur Diskussion gestellt.

Die Physik

Eine erweiterte Theologie muss über wissenschaftliche Ansätze formulierbar und begründet werden. Theologie der Zukunft muss den scheinbaren Widerspruch zwischen Religion und Wissenschaft aufheben und ein Zusammengehen von Religion und Wissenschaft der theologischen Forschung zugrunde legen. Religion und Wissenschaft sind zwei Bereiche unseres Lebens, die zusammengehören und erst damit eine fruchtbare Entwicklung ermöglichen. Wie dieser heute bestehende dogmatische Konflikt zwischen „Glauben und Wissen“ wieder zusammengeführt werden können und sollten, wird im Buch „Neue Theologie….“zur Diskussion gestellt.

Es gibt ein Feld unseres Universums, das von der Forschung größtenteils noch ausgeschlossen ist. Das ist die Forschung an den Zusammenhängen unseres Raumes mit einer notwendigerweise umgebenden höheren Dimension.
Dass dieser Bereich noch nicht Teil einer Forschung ist, kann als Glücksfall für die Evolution der Religionen und der Theologie gesehen werden, da hier ein neues Feld die Grundlage für das Zusammengehen von Theologie und Wissenschaft ermöglichen könnte.

Ansätze zu einer solchen künftigen theologischen Wissenschaft werden im Buch „Neue Theologie….“ entwickelt. Über Fragen zu Masse und Bewegung (beispielsweise die Frage, warum sich ein Objekt im Weltraum unendlich bewegt, steht dieses doch im Widerspruch zu dem physikalischen Grundsatz: Jede Veränderung benötigt Energie), wird eine Physik des vierdimensionalen Raumes beschrieben. Die möglichen grundlegenden Erkenntnisse zeigen, dass beispielsweise Zeit und Gravitation eine einzige Ursache haben. Ein Modell des Zusammenhanges von Masse und Bewegung bildet Ansätze zu Antworten auf heute noch nicht gelösten Fragen (beispielsweise die unendliche Bewegung der Masse, die Ursachen der Zeitveränderung durch Geschwindigkeit oder Lage des Objektes). Damit könnte die Grundlage für weitere physikalische Forschung zur Entwicklung der Schwerelosigkeit, einer neuen Energie, einer Geschwindigkeit über der Lichtgeschwindigkeit und weitere Bereiche, die auf Entdeckung warten, geschaffen werden.

Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

Relativitätstheorie

4.1 Relativitätstheorie Ansatzdiskussion, ein Zirkelschluss?

Der Ansatz der Relativitätstheorie, mit welcher (unter vielem anderen) gezeigt wird, dass bei einem Objekt, welches nahe der Lichtgeschwindigkeit fliegt, die Zeit im Objekt gegen null geht, könnte mit dem hier vorgestellten Ansatz des Zeithorizontes geringfügig (Geringfügig bedeutet, dass sich über die Berechnung des Durchmessers unseres Universums die Frage stellt, ob statt einer Nullzeit bei Erreichen der Lichtgeschwindigkeit diese Nullzeit erst mit einer höheren Geschwindigkeit möglich wäre) infrage gestellt werden.

Die weitaus größere Frage betrifft die Möglichkeit, dass die beiden Formeln (Formel 15 und Formel 16) einem Zirkelschluss erliegen könnten.
Dieser Gedanke wird im Folgenden zur Diskussion gestellt.

(Formel 15)

t = die Zeit, welche der außerhalb stehende Beobachter in einem ruhenden System misst,
t´ = die Zeit im bewegten System,
v = Geschwindigkeit, mit der das System bewegt wird,
c = Lichtgeschwindigkeit.

Wenn wir wissen wollen, wie schnell oder langsam die Zeit in einem Raumschiff von unserem Standpunkt aus gesehen vergeht, stellen wir die Formel um und erhalten:

(Formel 16)

(Die Herleitung der Formel und viele weitere Erörterungen finden sich im Internet oder in den Lehrbüchern)

Die Punkte, welche hier zur Diskussion gestellt werden sollen, sind die beiden folgenden zwei Erkenntnisse aus der Relativitätstheorie:

  1. Eine Geschwindigkeit höher als das Licht ist nicht möglich.
  2. Mit zunehmender Geschwindigkeit v wird die Zeit t unendlich groß oder die Zeit t´ unendlich klein.

Zu 1.
Würde v in der Formel 1 größer als c werden, dann wird der Term v²/c² größer als 1 und damit würde die Wurzel negativ werden.
Würde v gleichgroß wie c werden, dann wird der Term 1, und in der Wurzel stünde 1 – 1 = 0, d.h. die gesamte Gleichung wird null.
Die Formel funktioniert also nur dann, solange die Geschwindigkeit v kleiner als die Lichtgeschwindigkeit c bleibt.

Folgerung daraus: Eine höhere Geschwindigkeit als c ist nicht möglich.

Zu 2.

Nähert sich v in der Formel 2 der Lichtgeschwindigkeit c, dann wird der Term in der Wurzel „winzig klein“. Und damit wird die Zeit t´ ebenfalls so winzig klein, d.h. die Zeit t´ wird unendlich langsam.

Folgerung daraus: Bei Annäherung der Geschwindigkeit v an die Lichtgeschwindigkeit wird die Zeit immer langsamer und kommt zum Stillstand.

Mit dieser Berechnung sind die Grundlagen unseres Universums festgelegt (und bewiesen), nämlich:

Keine Geschwindigkeit kann höher als das Licht sein, und mit dem Erreichen der Lichtgeschwindigkeit kommt die Zeit im Flugobjekt zum Stillstand.

Der Einwand zur Diskussion

Hier aber stellt sich die Frage und soll zur Diskussion gestellt werden, ob nicht ein Zirkelschluss vorliegt.
Dieser Zirkelschluss könnte wie folgt beschrieben werden:
Der Formel liegt die Annahme zugrunde, dass die Lichtgeschwindigkeit die höchst mögliche Geschwindigkeit ist.
Über die Formel wird dann berechnet und nachgewiesen, dass es keine Geschwindigkeit gibt, welche höher als das Licht ist.

Stellen wir uns vor, die Relativitätstheorie wäre vor vielleicht zwei Jahrhunderten formuliert worden.
Damals glaubte man, dass es keine Geschwindigkeit höher als 30 km/h geben könne, da sonst alles vom Luftdruck zerstört wird.
Mit dieser damaligen Erkenntnis formulieren wir die obige Formel der Relativitätstheorie und kommen zu einem erstaunlichen Ergebnis.

Die Werte v und t wie vorher, neu ist c als maximale Geschwindigkeit = 30 km/h

Wir setzen diese 30 km/h in die Formel ein,

und stellen fest, dass es unmöglich ist, eine Geschwindigkeit höher als c mit 30 km/h zu erreichen.
Analog dann die weiteren Erkenntnisse aus der Relativitätstheorie, nämlich dass die Zeit bei Erreichen von 30 km/h im fahrenden Objekt null wird, u.s.w.

Sicherlich gibt es heute Messungen, welche einen Zusammenhang zwischen der Nullzeit und dem Erreichen der Lichtgeschwindigkeit wahrscheinlich machen.
Aber, ein definitiver Beweis der Richtigkeit, dass es keine Geschwindigkeit gibt, welche höher als das Licht ist, müsste eigentlich noch gesucht und auch gefunden werden.

Somit zeigt sich, dass im Ansatz ein Zirkelschluss vorliegen könnte. Als Voraussetzung für die Berechnung der Formel wird c mit der Lichtgeschwindigkeit als maximale Geschwindigkeit angesetzt und damit bewiesen, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht überschritten werden kann. Messungen von Teilchen ergeben zwar einen möglichen und ungenauen Zusammenhang von Zeitdehnung und Geschwindigkeit, ein Beweis dafür, dass die Lichtgeschwindigkeit eine maximal mögliche Geschwindigkeit sei, kann deshalb nicht gefolgert werden. Somit könnte es möglich sein, dass eine schnellere Bewegung über der Lichtgeschwindigkeit nicht auszuzschließen wäre.


Weitergehende Diskussionsgrundlagen, auch zur Betrachtung der Masse und Bewegung im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

Das Michelson-Experiment

Eine Kritische Betrachtung

Die folgende Überlegung, den Ansatz des Experimentes zu hinterfragen, ist dem Buch „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“ entnommen und etwas gekürzt hier im folgenden übernommen.

Das Michelson-Morley Experiment sollte untersuchen, ob es einen Äther gibt, also irgendwelche noch unbekannte wirkende Teilchen in unserem Universum, welche das Licht „bremsen“ könnten. Dazu überlegte sich Michelson den folgenden Versuch:

Er sagte sich, dass sich unsere Erde mit einer bestimmten Geschwindigkeit durch den Weltraum bewegt. Des weiteren bewegt sich unser Planetensystem in der Galaxie, und unsere Galaxie bewegt sich ebenfalls. Unser Planet muss also solche unbekannten Teilchen eines Äthers „durchfliegen“ und damit eine messbare Geschwindigkeit haben. Gäbe es ein solches Medium oder Äther, welches die Lichtwellen transportiert (Es ist davon auszugehen, dass das Licht, wenn es eine Welle wäre, ein Medium zur Ausbreitung haben müsste, ähnlich wie Wasserwellen nur dann entstehen können, wenn es Wasser gibt), so müsste ein Lichtstrahl, der gegen die „Flugrichtung“ unserer Erde gerichtet ist, eine andere Geschwindigkeit haben als ein Lichtstrahl, der seitlich zur Bewegungsrichtung der Erde ist oder der in Richtung der Erdbewegung „fliegt“.

Bild 87
Beschreibung: Das Michelson-Morley Experiment. Der Lichtstrahl des Lasers (Volllinie) fällt auf einen halbdurchlässigen Spiegel und teilt sich auf in einen gespiegelten Lichtstrahl (kurz-gestrichelt) und den Lichtstrahl, der durch den halbdurchlässigen Spiegel weitergeht (breit gestrichelt). Beide Strahlen werden an Spiegeln reflektiert, treffen sich am halbdurchlässigen Spiegel und fliegen weiter zu einem Schirm, auf welchem wir die Interferenzmuster sehen können.
Baut man eine Versuchsanordnung auf, in welcher ein Strahl (Ein Laserstrahl, weil dieser bei einer geringen zeitlichen Verschiebung nach der Aufteilung ein Interferenzmuster erzeugt) an einem halbdurchlässigen Spiegel in zwei senkrecht zueinanderstehende Richtungen aufgeteilt und wieder zusammengefügt wird, würde dann im Idealfall folgende Situation eintreten: Der eine Teil des Strahles verläuft senkrecht zu der Flugrichtung der Erde, erfährt also keine Beschleunigung oder Abbremsung. Der andere Teil des Strahles aber fliegt nun gegen oder mit der Flugrichtung der Erde. Damit müsste dieser zweite Strahl langsamer oder schneller wie der zur Seite hin abgelenkte Strahl sein.

Im Prinzip spielt es keine Rolle, wie genau die beiden Strahlrichtungen innerhalb der Erdbewegung liegen. Es muss immer einen Strahlteil geben, welcher eine unterschiedliche Geschwindigkeit hat als der andere Strahlteil.
Diesen Geschwindigkeitsunterschied könnte man daran erkennen, dass beide Strahlen dort, wo sie wieder zusammen treffen, ein Interferenzmuster (Ein Interferenzmuster muss fast immer geben, da die Lauflängen unterschiedlich sind und deshalb die Lichtwellen zu einer unterschiedlichen Zeit am Schirm auftreffen) erzeugen.

Nun kommt der eigentliche Gedanke des Experimentes.
Michelson sagte sich, dass sich dieses Interferenzmuster ändern muss, wenn die Tafel, auf der die Objekte (Laser, Spiegel,…) aufgebaut sind, um 90 Grad gedreht wird. Denn dann würden beide Strahlhälften in einer anderen Lage zur Erdbewegung liegen, also jeweils eine andere Beschleunigung (Abbremsung) durch den Äther erhalten. Damit, also im Fall einer Änderung des Interferenzmusters wäre dann nachgewiesen, dass es einen Stoff (Äther) gibt, welcher auf das Licht einen Einfluss hat.
Das Ergebnis war, dass, gleich wie die Anordnung gedreht wurde, das Interferenzmuster immer gleich bleibt. Damit war bewiesen, dass es einen Äther nicht geben kann.

((Bild 88))
Die Erde bewegt sich im Raum. Gäbe es irgendein Trägermedium (in unserem Fall einen Äther der vierten Dimension, dann müsste sich bei einer Drehung der Versuchsanordnung das Interferenzmuster ändern.

Soweit das Experiment.

Es gibt nun zwei Bereiche dieses Experimentes, welche wir im folgenden kritisch hinterfragen wollen.

1. Kritikpunkt

Michelson geht in seinem Experiment davon aus, dass der Äther ein Teil unseres dreidimensionalen Raumes ist.
Es könnte jedoch sein, dass die Annahme, welche wir unserem Modell von Zeit und Gravitation zugrunde legen, Ätherteilchen innerhalb des höherdimensionalen Raumes voraussetzt.
Dieser Äther der vermutlich vierten Dimension kann auf unseren dreidimensionalen Raum nur dort eine Wirkung haben, wo die Ätherteilchen mit unserer Materie „von oben“, aus der vierten Dimension, kollidieren.
Das Experiment hinterfragt den höherdimensionalen Äther nicht. Es geht nur von der Voraussetzung eines dreidimensionalen Äthers aus. Damit aber wäre der Nachweis unvollständig.

2. Kritikpunkt

Sehr wahrscheinlich wird bei dem Experiment der mögliche Fehler gemacht, dass die gesuchte Wirkung aus der Beschleunigung in oder gegen die Flugrichtung der Erde nur in einer Richtung berücksichtigt ist. Es fehlt die Gegenkomponente.
Anders gesagt: Der Strahl bewegt sich in Flugrichtung der Erde UND anschließend in einem anderen Winkel GEGEN die gleiche Flugrichtung. Damit aber würde sich ergeben, dass die Summe der Beschleunigung (positiv oder negativ) eines jeden Lichtstrahls am Ende des Weges immer gleich bleibt. Damit heben sich die Unterschiede auf mit der Folge, dass jeder Strahl, gleichgültig in welche Richtung er fliegt, keinen Laufunterschied ergeben kann.

Bild 89
Beschreibung: Der Strahl a teilt sich in einen Teilstrahl b und c auf. (1) und (2) sind die beiden unterschiedlichen Flugrichtungen der Erde, diese werden jeweils in eine x- und y-Komponente aufgeteilt. S1 ist ein halbdurchlässiger Spiegel, S2 und S3 sind reflektierende Spiegel, S4 ist der Schirm, welcher den Laserstrahl abbildet.

Bringen wir die Bewegungsrichtung der Erde in den Verlauf des Laserstrahles rechnerisch mit ein, so können wir den Verlauf des Laserlichtes wie folgt beschreiben:

Strecke a: Diese ist nicht relevant, da das Licht noch nicht geteilt ist.
Strecke b1: Hier verläuft der Lichtstrahl wie folgt: Nach oben erhält dieser eine Beschleunigung von y1 und beim Rücklauf eine „Abbremsung“ von y1.

Strecke c1: Der Lichtstrahl läuft durch den halbdurchlässigen Spiegel, wird mit x1 beschleunigt und beim Rücklauf um x1 abgebremst.

Strecke b2 und c2: Beide Lichtstrahlen verlaufen gemeinsam und werden von y1 gemeinsam abgebremst.
Rechnerisch können wir den Verlauf der Lichtstrahlen wie folgt definieren:

Lichtstrahl b: b1 + y1 + b1 – y1 + b2 – y2
→ 2*b1 + b2 – y2

Lichtstrahl c: c1 – x1 + c1 + x1 + c2 – y2
→ 2*c1 + c2 – y2

Damit haben wir zwei wichtige, sehr wahrscheinliche Erkenntnisse:

Im ersten Abschnitt haben sich bei den Strahlteilen b1 und c1 die Komponente aus der Erdbewegung aufgehoben.
Das bedeutet, die Erdbewegung spielt keine Rolle, es ist gleichgültig, wie groß die Geschwindigkeit der Erde ist.
Zum zweiten sehen wir, dass die y2-Komponente der Erdbewegung den Lichtstrahl beeinflussen könnte, aber wir sehen auch, dass diese Beeinflussung BEIDE Lichtstrahlen gleichzeitig betrifft.
Beide Strahlen verlaufen also, gleich welche Erdgeschwindigkeit vorhanden ist, gleich und kommen auch zur selben Zeit am Schirm S4 an. Der in der Interferenz sichtbare Laufzeitunterschied würde sich damit aufgrund der unterschiedlichen Längen von S1-S2 und S1-S3 begründen lassen.

Damit würde sich zusammengefasst – und falls diese Überlegungen stimmen, folgende Erkenntnis ergeben:
Es ist gleichgültig, wie sich die Testanordnung mit der Erde bewegt, es erhalten immer beide Strahlen den gleichen Anteil an der Erdbeschleunigung. Ein unterschiedliches Laufverhalten aufgrund der Erdbewegung ist nicht möglich.

Es gibt jedoch eine Einschränkung. Bei dem Bild sind bewusst die Lauflängen von b und c unterschiedlich lang gewählt, nicht wie bei der Versuchsanordnung, welche dem Lichtstrahl gleiche Längen zuweist. Aus dem folgenden Grund, weil bei der sehr kleinen Wellenlänge des Lichtes es nur sehr schwer möglich ist, in allen Abschnitten die gleiche Weglänge zu erreichen. Dies ist auch nicht, wie hier gezeigt, notwendig.
Die unterschiedlichen Weglängen von b und c (der Lichtstrahl c ist länger als der Lichtstrahl b, erhält also auch eine längere Addition oder Subtraktion einer möglichen Erdbewegung.

Damit ergibt sich eine unterschiedliche Lauflänge beider Lichtstrahlenteile. Damit wäre erklärbar, warum trotz scheinbar wirkungsloser Erdbewegung ein Interferenzmuster erscheint. Dieses gründet sich auf die unterschiedlichen Weglängen von b und c, haben aber (sehr wahrscheinlich) nichts mit einer Erdbewegung zu tun.

Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

Physik des 4-D-Raumes

Einleitung

 

Die folgenden Erörterungen und Berechnungen sind dazu gedacht, einen Weg zu beschreiben, sich einem möglichen neuen Gebiet der Physik zu nähern und vielleicht selbst Grundlagen zu den Fragen des 4-D-Raumes zu entwickeln oder die hier zur Diskussion gestellten Erörterungen weiterzuführen.
Diese Grundlagen könnten vielleicht zu neuen und einfacheren Betrachtungen der Paradoxen der Relativitätstheorie führen und neue physikalische Ansätze für eine spätere Weiterentwicklung zur Schwerelosigkeit, zur Entdeckung einer neuen Energie, und, nicht zuletzt, zu einer Kommunikation mit der Welt des vierdimensionalen Raumes führen.

Mit der Diskussion zu dem neuen Bereich der Physik lassen sich mit einer großen Wahrscheinlichkeit Antworten zu ungeklärten Fragen der Physik beschreiben, wie:

Weshalb vergeht die Zeit langsamer, wenn wir uns schneller bewegen, weshalb sind die Zeiten am Berg und im Tal unterschiedlich? 

Und aus diesen Ansätzen lassen sich physikalische Grundlagen zur Schwerelosigkeit, zur Überlichtgeschwindigkeit, zur Zeit und Energie finden.

Weitere Grundlagen und Erörterungen, nicht nur zur Physik, sondern auch zu ursächlichen Fragen der Theologie finden sich im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“.

 

 

Was ist neu?

Es werden zwei Überlegungen dieser Physik des 4-D-Raumes vorangestellt (Zum leichteren Verständnis reduzieren wir unseren Raum um eine Dimension, auf die Oberfläche eines sich ausdehnenden Luftballons):

Gravitation und Zeit sind für uns Lebewesen unterschiedliche Wahrnehmungen einer einzigen Ursache.

Gravitation:
Die Bewegung unseres Raumes in der vierten Dimension erzeugt aufgrund der Bewegung in einer möglichen „vierdimensionalen Masse“ eine Kraft und diese eine Vertiefung in unserem Raum (Das Michelson-Morley-Experiment widerspricht zwar der Annahme, dass es eine Art Materie der vierten Dimension geben könnte, dieses Experiment werden wird später in einer Erörterung hinterfragen).

Zeit:
Die Bewegung unseres Raumes ist eine permanente Veränderung des Ortes in der vierten Dimension. Diese Veränderung, welche für uns nicht direkt wahrnehmbar ist, wird sehr wahrscheinlich von uns als Zeitveränderung wahrgenommen.

Die beiden wichtigsten Überlegungen oder Modelle zu möglichen neuen Erkenntnissen werden im Folgenden vorgestellt:

a) Der Zeithorizont.

Mit diesem Ansatz können wir auf einfache Weise einigen Fragen der Relativitätstheorie Erklärungen geben, Erklärung zum Zwillingsparadoxon, neue Betrachtungen zu den schwarzen Löchern, wieso die Zeit am Berg schneller vergeht als auf der Ebene (Diese Ansätze lassen sich weiter betrachten und es zeigt sich, dass die Lichtgeschwindigkeit nicht die maximal mögliche Geschwindigkeit ist und es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass bei Erreichen der Lichtgeschwindigkeit die Zeit nur nahe an Null geht).

b) Die Masse

Die Betrachtung von Masse und Bewegung als Wirkung der Bewegung unseres Raumes in einer vierdimensionalen Umgebung könnte Antwort auf beispielsweise das Paradoxon der unendlichen Bewegung (Die unendliche Bewegung ist eigentlich ein Widerspruch zu der Annahme, dass jede Veränderung (hier die Veränderung des Ortes) Energie benötigt) einer Masse in unserem Raum geben.
Und damit könnten auch Grundlagen über die Betrachtung, wie Masse bewegt wird, für mögliche physikalische Ansätze zur Schwerelosigkeit zur Diskussion gebracht werden.

Die Betrachtung von Masse und Beschleunigung wird im Buch (Neue Theologie Physik Indizien Experimente) zur Diskussion gestellt.

2. Die Grundlagen zur Diskussion

2.1 Der theoretische Ansatz

Die Grundlage für die möglichen Ansätze zur Physik des 4-D-Raumes ist der Gedanke, dass zwei unterschiedliche physikalischen Komponenten dieselbe Ursache haben, aber von uns sehr wahrscheinlich unterschiedlich wahrgenommen werden (Im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“ werden diese Grundlagen und deren Hinführung zur Diskussion gestellt. Ausgehend von der Frage, wie aus dem absoluten Nichts, welches eigentlich zwingend vor der Entstehung des Seins gewesen sein müsste, daraus ein Sein, eine Realität und damit physische Materie entstehen konnte, ergeben sich diese und viele weitere Ansätze zu einer neuen Theologie und zu einer neuen Physik).

Es handelt sich dabei um Gravitation und Zeit.

Beide haben ihre Ursache (mit einer vielleicht recht hohen Wahrscheinlichkeit, wie wir im Folgenden sehen werden) in der Bewegung der Ausdehnung unseres 3-D-Raumes im 4-D-Raum.
Anders gesagt, das, was wir als Schwerkraft und Zeit wahrzunehmen glauben, sind die von uns spürbaren Wirkungen dieser Bewegung.
Wenn es einen vierdimensionalen Raum gibt, in welchem sich unser Raum ausdehnt, so müsste dieser höherdimensionale Raum auch irgendeine Form von einem „Etwas“ enthalten.
Wenn sich unser Raum durch dieses „Etwas“ bewegt, so entstehen Wirkungen. Ähnlich wie ein Luftballon (Die Betrachtung der Fragen um die 4-D-Physik macht es für uns verständlich, wenn wir unsere Betrachtungen um eine Dimension reduzieren, dann wird unser Raum zu einer Oberfläche eines Luftballons), der aufgeblasen wird und dessen Oberfläche sich durch die umgebenden Luftmoleküle bewegt, werden Wirkungen auf der Oberfläche erzeugt.

Diese Wirkungen sind einmal die Vertiefung in der Oberfläche unseres Luftballons, in den Bereichen, in denen Materie unseres Raumes vorhanden ist und die Kraftwirkungen aus dem 4-D-Raum erfahren. Wir spüren diese dadurch entstehende Vertiefung und die damit sich verändernde Richtung der „Masse“ des höherdimensionalen Raumes auf unsere Materie als Schwerkraft (Genauer gemeint ist, dass die 4-D-“Materie“ eine Wirkung auf unsere Materie ausübt und nicht nur eine Vertiefung, sondern auch im Bereich der „Schräge“ eine Beschleunigung erzeugt. Mehr dazu im Kapitel Masse und Beschleunigung in der o.g. Veröffentlichung).
Zum anderen ist die Bewegung der Oberfläche des Luftballons bei der Ausdehnung eigentlich eine Veränderung des Ortes. Wir nehmen diese Veränderung in der vierten Dimension, die wir nicht vierdimensional begreifen können, als Zeit wahr.
Das heißt, dass zeitliche Bestimmungen, das, was wir als zeitlich vorher, jetzt, später empfinden, eigentlich unsere Interpretation der Bewegung unseres Ortes in der vierten Dimension ist, also als örtlich vorher, gerade, und danach sein könnten.

3. Der Zeithorizont

3.1 Beschreibung

Am Beispiel der heute als Konsens geltenden Erkenntnis, dass mit dem Erreichen einer bestimmten Geschwindigkeit (Nach derzeitigem Konsens ist das die Lichtgeschwindigkeit. Wir werden aber später noch sehen, dass das Erreichen der „Nullzeit“ mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit erst mit einer deutlich höheren Geschwindigkeit erreicht werden wird) die Zeit innerhalb des sich bewegenden Objektes „stehen bleibt“, also null wird, soll dieser theoretische Ansatz beschrieben und damit leichter verstanden werden.
Der Ansatz des Zeithorizontes ermöglicht es, einfache Erklärungen für Phänomene der Relativitätstheorie zu finden.

Bild A7 Der Zeithorizont

Mit dem obigen Bild wird gezeigt, wieso bei einem Flug mit Lichtgeschwindigkeit die Zeit im Objekt null werden wird. Die Kreisbögen zeigen den sich fortwährend ausdehnenden Raum. Der Zeithorizont, also die Zeit bei Beginn des Fluges mit LG (Wir nehmen hier an, dass die maximale Geschwindigkeit sofort erreicht ist) zeigt, dass die Flugrichtung und der sich ausdehnende Raum immer auf der gleichen Horizonthöhe wie beim Abflug befinden. Das heißt, für eine Person im Flugobjekt findet zwar eine Bewegung des Raumes in der vierten Dimension und eine Ortsveränderung innerhalb des eigenen Raumes statt, die Geschwindigkeit ist jedoch gerade so hoch, dass sich die Person immer auf der Höhe des anfänglichen Zeithorizontes bewegt.
Mit dem Grundsatz, dass Zeit und Gravitation die beiden unterschiedlichen Wahrnehmungen für die Bewegung in der vierten Dimension sind, sehen wir, dass eine Bewegung in Richtung der vierten Dimension nicht stattfindet. Da es keine Ortsveränderung der Ausdehnung in der vierten Dimension gibt, können wir daraus folgern, da wir ja Zeit als Bewegung des Raumes verstehen, dass wir auch keine Zeitveränderung wahrnehmen. Keine Veränderung des Ortes in der vierten Dimension ist gleich keine Veränderung der von uns wahrgenommenen Zeit.

3.2 Zeithorizont und Lichtgeschwindigkeit

Zum zusätzlichen Verständnis der geometrischen Begründung für die Nullzeit bei Lichtgeschwindigkeit siehe das folgende Bild.

Bild A5 Ausdehnungsbewegung unseres Raumes bei Festpunkt und Bewegtem.

Ein Flug mit Lichtgeschwindigkeit beginnt bei A. Das Universum dehnt sich in einer Sekunde um einen Betrag 1 Sekunde aus, und A wird zu A´.
Der Flug mit Lichtgeschwindigkeit nach B = B´ ist so schnell, dass das Flugobjekt nach einer Sekunde den Ort B´ erreicht. Der Zeithorizont aber bleibt gleich, es findet keine Zeitveränderung statt.

3.3 Hin- und Rückflug mit Lichtgeschwindigkeit

Bild B2 Geometrie des Hin- und Rückfluges

Das Beispiel mit einem Hin- und Rückflug im obigen Bild lässt verstehen, warum bei dem Rückflug nicht die Zeit „irgendwie ausgeglichen“ wird, sondern dass auch bei dem Rückflug die Zeitebene null bleibt.

Anmerkung:
In diesem Beispiel sehen wir, dass es eigentlich mit der Bewegung auf der Luftballon-Oberfläche eine Drehung des Zeithorizontes gibt; der Zeithorizont ist immer eine Tangente zur Kreisoberfläche. Dies wurde und wird in den Beispielen vernachlässigt, da aufgrund der „fast“ geraden Bogenabschnitte in unserem sehr großen Universum kaum Unterschiede sind. Für spätere, genaue Berechnungen ist es allerdings notwendig, statt der Geraden den tatsächlichen Bogen und die Drehung des Zeithorizontes zu berücksichtigen.

3.4 Zeithorizont und bewegtes Objekt

Im folgenden Bild (Dieses Bild wird später noch zur Diskussion des Maryland-Experimentes verwendet) wird gezeigt, wie über den Ansatz des Zeithorizontes geometrisch erklärt werden kann, warum ein bewegtes Objekt eine Zeitdilatation im Gegensatz zu einem örtlich bleibenden Objekt hat.

Bild A8 Die geometrische Beschreibung der Zeitdilatation anhand des Maryland-Experimentes

Die Kreisbögen zeigen die Oberfläche (Das Universum wird auf 2 Dimensionen reduziert, damit wir uns über das Bild einer Oberfläche als Luftballon den Gedankengang besser vorstellen können) unseres Universums als 2-D-Modell.
Die Ausdehnung des Luftballons wird durch die beiden Kreisbögen dargestellt.

Wir sehen, dass ein ruhendes Objekt im Punkt A mit der Ausdehnung des Luftballons von A nach A´´ bewegt wird.
Das Flugobjekt (blaue gestrichelte Linie) erfährt zu der Bewegung der Ausdehnung noch die Bewegung auf der Luftballonoberfläche und fliegt 7.500 km in diesem Beispiel.
Wenn das Flugobjekt nun mit der Ausdehnung des Luftballons den Punkt B´ erreicht, hat es die gleiche Bewegungslänge und Zeit mit der Ausdehnung des Luftballons „erlebt“, wie das ruhende Objekt von A nach A´´.

Der Unterschied aber ist, dass der Abstand des Zeithorizontes bei Abflug und des Zeithorizontes bei Punkt B´ nach 15 Stunden Flug und einer Ortsveränderung auf der Oberfläche des Luftballons, geringer ist als die tatsächliche Bewegung der Oberfläche des Luftballons im 4-D-Raum.

Dieser verkürzte Abstand zeigt, dass die Zeit zwischen den beiden Zeithorizonten etwas weniger war als die beiden Zeithorizonte des ruhenden Objektes, und über die rein geometrische Betrachtung würde die Zeitdilatation erklärbar werden.

Ich werde im Folgenden mit diesem Modell eine mögliche Antwort auf das Zwillings-Paradoxon zur Diskussion stellen.

3.5 Das Zwillingsparadoxon

Bild B3 Hin- und Rückflug bei dem Zwillingsparadoxon

Das Zwillingsparadoxon lässt sich mit dem geometrischen Ansatz des Zeithorizontes wie folgt erklären.

Der Erdzwilling (rot) bleibt am Ort A und wird nur aufgrund der Ausdehnung des Universums in der vierten Dimension nach einer Woche zum Ort A´ bewegt, und erreicht dann nach einer weiteren Woche den Ort A´´.
Diese Ortsveränderung in der vierten Dimension können wir als Ortsveränderung nicht wahrnehmen und spüren dies als Zeit.

Der Flugzwilling (blau) fliegt von B nach B´. Die Flugdauer beträgt 1 Woche. Der Abstand des Zeithorizontes in B´aber ist etwas kleiner als eine Woche. Diese Differenz erklärt die Zeitdilatation beim Wegflug. Legen wir hierzu die Zeitdilatation mit 1 Stunde fest.
Nach Erreichen des Punktes B´ fliegt der Flugzwilling zurück zu Punkt B´´ = A´´.
Auch hierbei vergeht aufgrund der Ausdehnung unseres Raumes eine Woche.
Der geometrische Abstand des Zeithorizontes in B´ und B´´ aber ist ebenfalls etwas kürzer, und wir nehmen auch hier an, dass die Zeit für den Flugzwilling um eine Stunde kürzer ist als die vergangene Zeit des Erdzwillings.

Über die geometrische Betrachtung zeigt sich, dass die Zeitdilatation auch bei dem Rückflug beschrieben werden kann. Der Zeitunterschied zwischen Flug- und Erdzwilling würde dann (nach dem Ansatz des Zeithorizontes) 2 Stunden betragen.

 

3.6 Zeitdilatation Berg und Ebene

Ein weiteres Phänomen wird über den geometrischen Ansatz des Zeithorizontes erklärbar.
Das ist die Frage, warum vergeht die Zeit am Berg schneller als auf der Ebene.

Bild B4 Zeitdilatation aufgrund der Gravitation

Auch hier denken wir uns unseren Raum um eine Dimension reduziert, also wie einen Luftballon. Das obige Bild stellt nun einen Schnitt durch den Ballon und davon einen kleinen Ausschnitt dar.
Das heißt, die unteres schwarze gekrümmte Linie ist der Schnitt durch die Oberfläche des Ballons, die obere schwarze gekrümmte Linie ist der Schnitt durch die Oberfläche des Ballons nach einer Zeit x, in welcher sich der Ballon ausgedehnt hat.

Grün ist die Erde und braun der Berg.

Der Zeitvektor Z1 stellt die Bewegung eines Punktes im Erdmittelpunkt aufgrund der Ausdehnung des Luftballons in der höheren Dimension dar.
Wir sehen, dass durch die Bewegung des Punktes durch die Ausdehnung des Luftballons der Bewegungsvektor (blau) gleich ist mit dem Abstand der beiden Zeithorizonte (am Anfang der Ausdehnung und nach der Ausdehnung).

Durch die Vertiefung der Oberfläche des Luftballons im Bereich der Erdmasse ergeben sich unterschiedliche Winkel der Zeithorizonte im Erdmittelpunkt, an der Erdoberfläche und an der Bergspitze.

Betrachten wir nun die Bereiche Z2, an der Erdoberfläche, so sehen wir, dass zwar der Vektor der Bewegung der Oberfläche des Luftballons im Raum (blau) gleich ist mit dem blauen Vektor bei Z1.
Aber, wir sehen, dass der Abstand (rot) Z2 des Zeithorizontes nach der Ausdehnungsbewegung kürzer ist als bei Z1.
Da aber das Teilchen keine Ortsveränderung hat, bleibt dieser rote Zeitvektor „zeitgleich“ mit dem blauen Zeitvektor. Das bedeutet, dass die Zeit „gestaucht“ ist und deshalb schneller „taktet“ als im Erdmittelpunkt.


An dieser Stelle könnte jetzt auf den ersten Blick ein Widerspruch zu dem Ansatz des Zeithorizontes bei dem Zwillingsparadoxon zu sehen sein. Bei dem Zwillingsparadoxon führt die Verkürzung der Zeithorizonte zu einer Zeitdilatation, also einem Langsamergehen der Zeit. Warum ist das hier anders? Warum soll jetzt die „verkürzte“ Zeit, der kürzere Abstand der Zeithorizonte das Gegenteil bewirken, also die Zeit schneller vergehen?

Die Antwort ist einfach. Bei dem Zwillingsparadoxon verändert sich der Ort in der eigenen Dimension, d.h. die Rakete fliegt vom Startpunkt weg und zurück. Diese Ortsveränderung ergibt zusammen mit der Ortsveränderung im 4-D-Raum die Zeitdilatation.
Hier, in diesem Beispiel, gibt es keine Ortsveränderung in der eigenen Dimension. Die Bergspitze bleibt immer an der gleichen Stelle, nur die Ausdehnung im höheren Raum verändert sich.

Damit aber wird, anders als beim Zwillingsparadoxon, der Vektor nicht durch die Ortsveränderung, sondern durch die Krümmung des Raumes bestimmt, also je stärker der Raum gekrümmt ist, desto „näher“ liegen beide Zeithorizonte. Da Startpunkt und Endpunkt gleich sind, wird die Zeit „zusammengedrückt“. Und das bewirkt, dass die Zeit schneller verlaufen müsste. Bei dem Zwillingsparadoxon wird nicht die Zeit „gedrückt“, sondern die Dilatation ergibt sich aus der Lageveränderung im eigenen UND im höherdimensionalen Raum.

Betrachten wir jetzt die Bergspitze bei Z3, so sehen wir, dass aufgrund des dort noch steileren Winkels die Zeithorizonte noch näher beieinander liegen wie bei Z2. Daraus lässt sich folgern, dass der Zeitvektor noch kürzer ist als bei Z2. Das bedeutet, bei Z3 wird die Zeit noch weiter „zusammengedrückt (Zusammengedrückt und die anderen Beschreibungen sind keine Fachbegriffe, sollen aber die Vorstellung besser ermöglichen)“ und daher geht bei Z3 die Zeit schneller als bei Z2.

Mit dieser Betrachtung ergeben sich neue Ansätze zur Berechnung der Zeitdilatation aufgrund der Gravitation.
Wir sehen, dass die Zeit im Erdmittelpunkt am langsamsten ist, aber auch im Weltraum, an der Stelle, wo Schwerelosigkeit zwischen zwei Planeten ist.
Die Konsequenz: Die (noch zu findende) Funktion der Zeitdilatation zwischen Erdmittelpunkt und der Stelle zwischen den Planeten ist nicht gleichmäßig, sondern wird wohl ähnlich einer S-Form sein.

Und mit diesem Ansatz können wir uns nun auch der Erörterung eines schwarzen Loches nähern.

Zuvor sollten wir aber noch über den scheinbaren Widerspruch zwischen der Zeitdilatation der Bewegung und der Zeitdilatation durch Gravitation sprechen.

3.7 Scheinbarer Widerspruch der These des Zeithorizontes

In den vorigen Kapiteln wurde gezeigt, dass die Zeitdilatation durch die Verschiebung der Zeitebenen begründet werden kann.
Dabei ergibt sich ein (erstmal scheinbarer) Widerspruch, den ich wie folgt zeigen möchte.

Die Zeitdilatation (Zeit vergeht langsamer) aufgrund der Geschwindigkeit erfolgt, weil der Abstand der beiden Zeithorizonte von Abflug A nach Ankunft B geringer ist als der Zeithorizont eines Punktes A nach A´ ohne eigene Bewegung.

z1 = Abstand des Zeithorizontes des festen Punktes
z2 = Abstand des Zeithorizontes des bewegten Objektes

Die erkennbare Folgerung daraus: Ein geringerer Abstand bedeutet, dass im fliegenden Objekt die Zeit langsamer vergeht als beim ruhenden Punkt A nach A´ (z1).

Bei der Betrachtung der Gravitationswirkung auf die Zeitdilatation aber begründe ich den Abstand der beiden Zeithorizonte damit, dass der Abstand der Zeithorizonte (z2-b) ebenfalls kleiner ist als bei z2-a, sich die Zeit im kürzeren z2-Abstand jedoch erhöht, die Zeit vergeht hier schneller, was offensichtlich ein Widerspruch zur vorigen Begründung einer Zeitdilatation ist (die Zeit vergeht dort langsamer).

Bild B6 Die Erde erzeugt eine Vertiefung (Raumkrümmung)

Und dies ist erstmal ein Widerspruch.
Einmal (bei der Zeitdilatation durch Bewegung) wird der geringere Abstand der Zeithorizonte als Ursache für eine Zeitverlangsamung, bei der Zeitdilatation aufgrund der Gravitation aber wird der geringere Abstand der Zeithorizonte als Ursache für eine schnellere Zeit angenommen.

Doch der Ansatz der Zeithorizonte ist für beide Betrachtungen richtig und kann daher, wie wir sehen werden, als allgemein gültig angesetzt werden.
Die Auflösung des (scheinbaren) Widerspruches wird im Folgenden gezeigt.
Dazu betrachten wir beide Fälle zum besseren Verständnis in den Extrembereichen.

Zu Fall 1: Die Zeitdilatation (Zeit vergeht langsamer) durch die Bewegung eines Punktes.

Bewegt sich der Punkt nahe an der (Lichtgeschwindigkeit (Bei der Berechnung des Durchmessers des Universums werden wir sehen, dass mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit die Lichtgeschwindigkeit nicht die Zeit zu Null werden lässt, sondern dass für das Erreichen der Nullzeit eine höhere Geschwindigkeit notwendig sein könnte), so „durchläuft“ dieser eine große Ortsveränderung, welche aber so schnell geschieht, dass die Ausdehnung unseres Raumes gerade so schnell ist, dass der Zeithorizont immer gleich bleibt.
Einfach gesagt: Große Geschwindigkeit, sehr kleine vergehende Zeit.
Am Ende der Bewegung hat sich der mit Lichtgeschwindigkeit bewegte Punkt über eine große Strecke bewegt, der Zeithorizont liegt aber aus der vierten Dimension betrachtet auf der gleichen Ebene wie beim Abflug des Objektes. Wichtig: Da sich die Richtung der Ausdehnung in der vierten Dimension rechtwinklig zur Flugrichtung bewegt, bewegt sich der Punkt während des Fluges nicht in der vierten, sich ausdehnenden Dimension. Daher wird die Zeit als Folge der Nicht-Verschiebung in die vierte Dimension je nach Geschwindigkeit weniger.

Zu Fall 2: Zeitdilatation durch Raumkrümmung.

 

Bild B6-b Zeithorizonte durch Raumkrümmung

Bei dieser Zeitdilatation bleibt der Punkt am gleichen Ort, aber der Raum bewegt sich aufgrund der Ausdehnung.
Einfach gesagt, keine Eigengeschwindigkeit, große Zeitveränderung.

In diesem Fall entsteht der Abstand der Zeithorizonte (z2-b) des ortsfesten Punktes wie vorher durch die Ausdehnungsbewegung des Raumes.
Aber, hier ist im Unterschied zur vorigen Betrachtung, der Skalar der Raumausdehnung nicht mehr rechtwinklig zum Zeithorizont, sondern der Punkt erfährt eine Verschiebung nach oben, in Ausdehnungsrichtung des Raumes in der vierten Dimension.
Damit aber ergibt sich eine andere Wirkung auf den Punkt.
Im vorigen Beispiel (Zeitdilatation durch Bewegung) bewegte sich der Punkt, aber die Verschiebung in der vierten Dimension war nahe Null. Dies begründet, dass die Bewegung die Zeit reduziert.
In diesem zweiten Beispiel (der Punkt bleibt am Ort, nur der Winkel der Raumkrümmung ist „steiler“) ergibt sich die Zeitdilatation aus der Bewegungsrichtung in der vierten Dimension und dem Winkel der Gravitationskrümmung.

Das heißt, der Abstand der beiden Zeithorizonte ist an der Stelle z2-b zwar kleiner als auf der Erdoberfläche (z2-a), was eigentlich eine Zeitverkürzung bewirken müsste, die tatsächliche Verschiebung des Raumes in der vierten Dimension jedoch ist deutlich größer und bewirkt damit eine Zunahme der Zeit. Anders gesagt, durch die Bewegung des Punktes im Raum wird viel mehr Zeitveränderung erreicht als die Abstände der beiden Zeithorizonte zeigen. Die große Zeitveränderung durch die Bewegung in der vierten Dimension wird als Kompress „in den geringen Abstand (z2-b) der beiden Zeitebenen „gepresst“. Dieses Mehr an Zeit ergibt, dass in diesem Fall der Raumkrümmung die Zeit schneller vergehen muss.
Womit die Unterschiede beider Betrachtungen der Zeitebenen aus Geschwindigkeit und Raumkrümmung eine gemeinsame Grundlage haben und somit erklärbar werden.


Alle Rechte bleiben beim Autor.
Der Text darf ohne Veränderung kopiert und weitergegeben werden, wenn dies nichtkommerziellen Zwecken dient.

Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

Die Hyperbel des Glaubens

Die Hyperbel des Glaubens

Ein Essay zur Annäherung an den Glauben

Vorab

Im folgenden Essay werden wir eine überraschende Betrachtung zur Frage des Glauben zur Diskussion stellen.
Wir werden mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit erkennen, dass die Wissenschaften zur Beschreibung unserer Welt, die wir in Form von Mathematik, Physik, Chemie und weiteren Disziplinen zu formulieren versuchen, nichts anderes sind als Spezialfälle einer weitaus größeren, umfassenden Grundregel unseres Universums. Diese Grundregel ist das, was wir als Glauben und Hoffnung zu bezeichnen versuchen.
Doch nicht Erkenntnis der Wahrscheinlichkeit diesen Ansatzes ist das Überraschende an der folgenden Betrachtung, sondern wir werden erkennen, dass wir Menschen in unserem Leben eine Form der Hyperbel des Glaubens als Grundlage unseres Daseins durchwandern.
Im Fazit könnte es sein, dass den Menschen mit der Geburt in unsere Welt ein vollständiger Glauben mitgegeben wurde, wir diesen im Verlauf des Lebens verlieren, und statt dessen eine eigene Form von Glauben erlernen, welche mit fortschreitendem Leben stärker wird und mit unserem Tod wieder Vollständigkeit erlangt. Wir also Glauben als vielleicht einzige Kraft und Ursache unseres Seins neu erschaffen. Wer mag, kann darin die Erkenntnis finden, dass eine der Ursachen unserer Existenz darin liegen könnte, dass wir den Glauben als Grundlage unseres Lebens weiterentwickeln und vermehren.

Zum Text

 

Wahrscheinlich kennt ein jeder von uns das geflügelte Wort: Glauben heißt nichts wissen.

Obwohl ein solcher Satz alle Religionen diffamiert, stimmen die meisten Menschen „irgendwie“ dieser Aussage zu.

Dass aber die Aussage, welche diesem Satz zugrunde liegt, falsch ist, also genau das Gegenteil davon die Grundlage unserer Welt und vielleicht auch unseres Daseins ist, soll die nachfolgende Erörterung zeigen – und vielleicht dazu beitragen, dass wir einen etwas anderen Blick auf unsere Religion gewinnen dürfen.

Eine erste Definition

Bevor wir uns dieser Erörterung nähern wollen, müssen wir uns natürlich erst an eine Definition der beiden Begriffe: Glaube und Wissen, wagen.

Wissen

Wissen bedeutet eine Erkenntnis, welche auf beweisbaren Erfahrungen, Untersuchungen, Experimenten beruht, welche das Merkmal haben, in einer Wiederholung der Situation oder des Versuches immer die gleichen Ergebnisse zu erhalten.
Ein einfaches Beispiel: Wenn 1 Apfel auf einem Tisch liegt, und ich lege einen zweiten Apfel dazu, dann sind 2 Äpfel auf dem Tisch.
Dieser Versuch wird mit dem theoretischen Hilfsmittel, der Mathematik, verallgemeinert zu: 1 + 1 = 2.

Glaube

Mit Glauben wird in unserem Verständnis die Projektion einer Wahrscheinlichkeit auf ein vergangenes, gerade stattfindendes oder zukünftiges Geschehen bzw. Zustand beschrieben.
Das Merkmal des Glaubens sind dabei zwei Eigenschaften des Geschehens, nämlich:

  1. Die Möglichkeit, dass genau dieses Geschehen in einer gleichen Situation wieder geschehen könnte oder auch nicht.
  2. Die Möglichkeit, dass ein beschriebener Zustand oder Geschehen tatsächlich stattgefunden hat oder vielleicht auch nicht stattgefunden haben könnte.

Erkenntnis

Wir sehen also, dass Glaube eigentlich eine Vorstellung ist, welche nicht wahr sein muss, welche in unserem Inneren entsteht, auf etwas Äußeres übergelegt wird und so dieses Äußere verfälschen könnte.
Wir formen also etwas mögliches Äußeres mit unseren inneren Vorstellungen um, so dass das Äußere mit unseren inneren Vorstellungen übereinstimmt.

Einfach gesagt: Glaube ist meist mit Fälschung identisch.

Wogegen Wissen die reale Beschreibung eines Äußeren ist und diese auf unsere Erkenntnis im Inneren wirkt.
Wissen ist also Erkenntnis der Wahrheit.

So, damit könnten wir diese Erörterung abschließen und den Glauben in das Reich der Fabel verweisen und als das Gegenteil des Wissens und als etwas Falsches definieren.

Doch lassen wir uns von der obigen ersten und einfachen Erkenntnis nicht verführen, sondern wir wollen beginnen, in eine tiefere Ebene des Phänomens „Glaube“ vorzudringen.

Der innere Bereich, die Hyperbel des Glaubens

Betrachten wir den Menschen in seinem Leben, von der Geburt bis zum Tode, so entdecken wir einen erstaunlichen Verlauf der Glaubensstärke.

Die Geburt

Der Moment kurz vor der Geburt ist, wenn wir ihn aus der Sicht des Glaubens betrachten, der Augenblick, in welchem der Mensch ein Maximum an Glauben besitzt. Wir wissen (mit unserem neuen Ich) in dem Augenblick der Geburt NICHTS von dieser Welt, in die wir geboren werden. Und doch MÜSSEN wir in diese neue Welt hineingeboren werden.

Weil wir uns (wahrscheinlich) im Augenblick der Geburt nicht bewusst sind, was wir sind, wo wir sind, wohin wir gerade gehen, ist damit ein Zustand gegeben, in welchem Wissen = Null ist(FN Als eine rudimentäre Form des Wissens könnten unter anderem die instinktiven Handlungen wie Atmen, Herzschlag, Bewegung und Beginn der Entwicklung definiert werden.FN).

Könnten wir in diesem Moment real denken, so würde ALLES, was jetzt zu geschehen beginnt, ausschließlich GLAUBE sein. Man könnte diesen Zustand des Glaubens sogar als den Moment des wirklichen, reinen, unverfälschten Glaubens beschreiben, die Phase des absoluten Glaubens.

Der Säugling

Nach der Geburt beginnen die verschiedensten Ereignisse auf unseren Glauben einzuwirken. Als Säugling lernen wir, dass beispielsweise dann, wenn wir Hunger verspüren und dies durch Schreien der Mutter mitteilen, der Glaube an eine sofortige Nahrungszufuhr nicht immer sofort erfüllt wird. Auch der Glaube an das Fortbestehen der wohligen Geborgenheit wird gestört, wenn wir unbequem liegen oder beispielsweise die Windeln nicht gleich gewechselt werden.

Es scheint also unser Dasein mit daran zu wirken, unseren Glauben zu verändern, zu stören.

Das Kleinkind

Für das Kleinkind, welches nun schon denken kann und Erfahrungen gesammelt hat, ist die Welt um sich etwas erweitert worden. Vater, Mutter stehen für Wesen, welche gleich Gott sind, Allmacht besitzen, und doch Geborgenheit und Sicherheit geben.
Die Welt des Kleinkindes hat an der Geborgenheit des Glaubens etwas verloren.
Es gibt zwar den (noch) vollkomenen Glauben an die Eltern, aber manche Dinge in der Umgebung verhalten sich nicht so, wie es einem vollständigen Glauben entsprechen sollte: Das Kleinkind verliert weiter an Glauben.

Die Kindheit

Jetzt beginnt das Kind in einem fast unbemerkten Prozess, auch den Glauben an die Eltern zu verlieren. Vater, Mutter, haben nicht immer Zeit, sind auch mal ungehalten, setzen ihre Macht auch ein, Dinge zu verbieten, … u.s.w.
Die heile Welt des Glaubens an die Fürsorge und geschlossene Sphäre der Eltern und des Nestes bekommen Risse.

Die Jugend

In der Jugend, auch der Pubertät, scheint sich der Glaube weiter zu verflüchtigen. Es entstehen neue Glaubensprioriäten (erste Freundschaften, erste Liebe), welche leider in manchen Fällen mit dem Glauben an die Eltern kollidieren, so den Glauben als Kraft weiter herabsetzen von etwas Festem zu etwas Veränderlichem, fast schon Beliebigen.

Die Zeit des Erwachsenseins

Die nun das Restleben bestimmende Zeit bringt eine Kette von Erfahrungen, welche den Glauben als innere Kraft weiter schädigen und teilweise sogar zerstören können. Erwachsensein ist oft gleichbedeutend mit: Keine Illusionen, keinen Glauben mehr zu haben, Zwängen der Realität ausgeliefert zu sein, der tägliche Kampf um das Überleben, um die Fortpflanzung, um das Einsammeln von materiellen Werten, wird bestimmend.

Der Glaube wird, wenn überhaupt, zur Nebensache, zu einem vielleicht belächelnden Relikt aus der Kindheit.

Hier ist der tiefste Punkt der Hyperbel des Glaubens erreicht. Oftmals wird sogar der gesamte Glaube verworfen und damit verloren. Solche Menschen ohne irgendeinen Glauben finden sich in der Masse der Resignierten wieder, welche „wissen“, dass sich nichts ändert, welche ihr Leben in einem Trott dahinfliegen lassen, welche allen Wünschen und Hoffnungen und damit dem Glauben entsagt haben.

Im Alter

Im Alter findet eine erstaunliche „Rekonvaleszenz“ des Glaubens statt. Nicht so sehr der Glaube an einen Gott ist Mittelpunkt, sondern das Erfahren von Kleinigkeiten, welche eine neue, ganz andere Schönheit des Lebens offenbaren, lassen Glauben wieder in dem Menschen erwachen.
Die Freude, an einer duftenden Blume zu riechen, sich auf einen friedlichen Sonnenuntergang mit einem Glas Wein zu freuen, zu wissen, dass die Ehefrau bei einem ist, dass jemand da ist, der Geborgenheit schenken kann, dem man aber auch Geborgenheit geben kann, lässt einen tiefen, verschollenen Glauben im Herzen wieder erwachsen.

Vor dem Sterben

Je älter man wird, desto mehr beginnt sich der Glaube im Menschen neu zu entwickeln.
Und je mehr man einen Glauben entwickelt, desto tiefer fängt man an, diesen Glauben zu spüren. Viele Menschen beginnen in dieser Phase des Lebens, neben dem Glauben an die Schönheit dieser Welt, auch den Glauben an ein höheres Wesen, Gott, zu erspüren und vielleicht auch zu suchen.
Als ob sie instinktiv ahnen, dass hier ein Ziel vor ihnen liegen könnte, welches die Reise ihres Lebens zu einem neuen Ort zum Abschluss bringen könnte.

Der Augenblick des Todes

Wenige Augenblicke vor dem Tod, vor dem Übergang zu einer anderen Welt, erleben wir wieder den Anfang unserer Reise in diese Welt.
Wir stehen vor einem großen Unbekannten, von dem wir nichts wissen, es bleibt uns nur noch der Glaube übrig. Alles Materielle verschwindet. Unser Glaube wird in diesem Moment vor dem Sterben zur allumfassenden Geborgenheit, zum Vertrauen, zur Neugier, aber auch zur Furcht.

Diese Furcht vor dem Unbekannten aber ist nichts anderes als die Differenz unseres Glaubens zum vollständigen Glauben.

Erst der Augenblick des Todes, das Überschreiten der Grenze, lässt uns alle Zweifel verlieren und wir begeben uns in diesem Augenblick, unwiederbringlich in unsere Zukunft.

Zusammenfassung der Glaubenshyperbel

Es scheint so zu sein, dass der Sinn unseres Lebens (vielleicht einer der vielen Aufgaben unseres Lebens) darin besteht, den Glauben „lernen“ zu müssen.
Nahezu alle Formen des Lebens verlaufen in einer solchen Hyperbelfunktion. Zu Beginn bestehen wir aus unverfälschten, vollständigen Glauben, verlieren diesen im Laufe des Lebens und lernen dabei doch, eigene Kraft des Glaubens zu entwickeln.

Dieser Lernvorgang, der unser gesamtes Leben begleitet, lässt uns selbst Glauben in uns wachsen, bis viele Menschen vor dem Sterben den fast vollständigen Glauben in sich selbst erschaffen haben.

Wollte man einen Sinn einer solchen Entwicklung finden, so könnte es durchaus sein, dass unsere Lebenszeit in dem physikalischen Raum eine Kraft eines Glaubens in uns aufbauen lässt. Eine Kraft, welche wir, wenn wir sie selbst erlernt haben, uns vielleicht zu vollständigen Geschöpfen (Engeln) werden lässt, vielleicht als Voraussetzung für unser Leben nach dem Tod in einer Welt und Gemeinschaft mit den Engeln.
Denn diese mögliche Welt nach dem Sterben könnte eine höhere Welt sein, welche nur in einer geistigen Form besteht(FN Siehe dazu das Experiment im Buch und auf dieser Webseite als Video, welches uns indiziell mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zeigt, dass wir in einer nichtrealen Welt leben.FN).
In einer solchen Welt nach dem Tod würde der Glaube eine mögliche Grundlage sein(FN Im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente wird gezeigt, dass unsere Welt nicht auf Materie aufgebaut ist, sondern dass die Elemente unserer Welt Glaube, Hoffnung sind.FN). Anders gesagt, in einer solchen möglichen geistigen Welt könnte ausschließlich Glaube die Grundlage deren Existenz sein, aber dies ist im Zustand unserer jetzigen wissenschaftlichen Erkenntnis nur eine Spekulation.

Wenden wir uns wieder dem Glauben in unserer physikalischen Welt zu.
Denn es wartet noch eine weitere Erkenntniss auf uns, welche, wie wir erörtern werden, die Aussage: Glaube sei Nichtwissen, in das Gegenteil verkehren wird und zeigen, dass eigentlich das Wissen nur eine Spielart, eine spezielle Form des Glaubens ist.

Doch zuvor sollten wir einen wichtigen Aspekt des Glaubens nicht vernachlässigen, nämlich zu zeigen, dass der Glaube vielleicht die einzige, sehr wahrscheinlich die stärkste Kraft in unserem Leben ist, welche Grundlage unseres Lernens ist, und welche, was vielleicht das Wichtigste in unserem Zusammenleben sein könnte, das Gute erschafft und das Schlechte niederringt.

Der Glaube als Grundlage unseres Lebens

Welche Kraft ein Glaube entwickeln kann, ja, dass unser Handeln ausschließlich von einem Glauben bestimmt wird, ist uns vielleicht nicht mehr bewusst. Unser Leben ist im Grunde genommen eine permanente Abfolge von Handlungen, welche auf unserem Glauben beruhen oder welche durch den Glauben begründet werden.

Man kann sagen, dass nahezu alle unseren Handlungen eine Folge unserer Fähigkeit, zu glauben, sind.
Was wir auch tun, was wir versuchen, was wir in unserem Leben bewegen, verändern, denken, meinen, fühlen, all das lässt sich auf den Glauben als Grundlage zurückführen.
Wenn wir etwas lernen, so lernen wir, weil wir an Ziele glauben. Sei es das Ziel, mehr zu werden, mehr zu sein, sei es das Ziel, Ansprüche anderer zu erfüllen, egal, welches Ziel und welcher Sinn in einer Handlung liegt, es ist immer der GLAUBE an das Ziel, das uns das Handeln tun lässt. So gesehen ist das gesamte Leben des Menschen ein Glaube an ein Ziel. Ob man verliebt ist und die Hoffnung hat, Erfüllung zu finden, ob man vor dem Altar steht und sich verspricht, auch in schlechten Zeiten füreinander da zu sein, ob man Hilfsbedürftige unterstützt, damit diese vielleicht einen Augenblick ein besseres Leben haben dürfen, ob man Kranken hilft, ob man einen Kurs besucht, egal, was der Mensch auch tut, es ist auf ein Ziel gerichtet.
Und, das ist das Entscheidende daran, die Verwirklichung des Zieles ist nicht festgelegt, sondern der Glaube an die Verwirklichung des Zieles lässt uns etwas tun.

Aber es sind nicht nur die „gewöhnlichen“ Handlungen, welche wir mit der Grundlage des Glaubens tun, es gibt auch STARKE Handlungen, zu welchen uns der Glaube befähigt.
Denken wir nur daran, dass eine liebende Mutter sich fast immer für ihr Kind opfern würde, um das Kind in einer Situation zu retten. Denken wir an den Samariter, der gibt, obwohl es schmerzt, um eine verwundete Seele zu heilen. Denken wir an den Soldaten, der alleine und vielleicht voller Angst hinaus gegen den Feind geht und bewusst sein Leben dafür opfern will, dass der Feind seinem Volk keinen Schaden zufügen kann. Solches nennen wir Heldentum. Aber in Wirklichkeit ist es der Glaube, der einem solchen Tun zugrunde liegt.
Der Glaube, das eigene Leben opfern zu müssen, um etwas für die ANDEREN zu tun, ist vielleicht einer der stärksten Formen des Glaubens. Und wir finden ihn nicht nur bei den Kriegern, bei der Mutter, wir finden ihn auch bei vielen der Märtyrer, die für die Sache Gottes ihr Leben gegeben haben. Für die Sache Gottes, für die Sache des Kindes, für die Sache der anderen Menschen.
Was für manche Menschen eine Torheit ist, ist aber eine tiefe und starke Form des Glaubens, welche in uns erwacht. Und welche in letzter Konsequenz nichts anderes sein kann als für einen Augenblick die Höchstform der menschlichen Entwicklung zu erfahren, der Kraft, der Fähigkeit, das, was unser Leben Grundlage ist (den Glauben), zu summieren und sich selbst einer vielleicht göttliche gleichen Ebene zu nähern.

Der äußere Bereich

Gibt es Wissen?

Auf den ersten Blick erscheint uns eine solche Frage absurd. Selbstverständlich gibt es Wissen. Wissen ist definiert, festgelegt, immer reproduzier- und damit überprüfbar.
Was aber ist Wissen im tieferen Sinne?
Wissen im Sinne von Wissenschaft könnte man definieren als die Sicherheit, dass etwas von einem Zustand über bestimmte Gesetzmäßigkeiten zu einem genau definierten und vorhersehbaren geänderten Zustand gelangt.
Nehmen wir dazu ein Beispiel. Ich habe auf einem Tisch einen Apfel liegen und lege einen zweiten Apfel dazu.
Zuerst gab es eine Tischfläche, auf der ein Apfel lag. (Zustand 1). Aufgrund des Hinzulegens eines weiteren Apfels (Gesetzmäßigkeit des Zufügens) werden auf dem Tisch danach zwei Äpfel liegen, die Tischfläche hat also nun zwei Äpfel (geänderter Zustand). Allgemein wird dieser Vorgang abstrakt über die mathematische Regel: 1+1=2 formuliert.

Dieses Wissen, 1 und 1 sind 2, ist offensichtlich ein universales Wissen, gilt überall in unserem Raum, ist unabhängig davon, welche Teile dahinter stehen (1 Auto und 1 Auto sind 2 Autos,….).

Nehmen wir aber jetzt an, dass gerade in dem Augenblick, in dem der zweite Apfel auf die Tischfläche gelegt wird, jemand den Raum betritt, zum Tisch geht, den ersten Apfel wegnimmt und ihn isst. … oder mich daran hindert, den zweiten Apfel hinzulegen … oder dass in diesem Augenblick die Lampe herunterfällt und den ersten Apfel vom Tisch fallen lässt … oder dass gerade ein Erdbeben beginnt, welches den ersten Apfel vom Tisch rollen lässt, … oder, oder…

Die Beispiele sind sicherlich an den Haaren herbeigezogen. Jeder wird an dieser Stelle sagen, es ist doch egal, was in einem solchen Augenblick geschieht, wichtig ist doch nur, dass „theoretisch“ ein Apfel und ein Apfel zwei Äpfel ergeben.

Eben nicht, denn dieses Beispiel zeigt uns in aller Deutlichkeit, was die Aussage: 1+1=2 in Wirklichkeit ist: Es ist eine Vermutung, wenn auch eine Vermutung mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit, dass aufgrund des Hinzulegens eines zweiten Apfels tatsächlich zwei Äpfel auf der Tischfläche liegen werden. Selbstverständlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Umsetzung der „theoretischen“ Regel in die Praxis zu einem theoretischen Ergebnis führt, sehr, sehr groß. Aber es ist nicht eintausendprozentig sicher, um es salopp zu sagen.
Die Beschreibung der Regel stellt damit eine Aussage dar, welche „sehr wahrscheinlich“ aus einem Ausgangszustand einen wahrscheinlich regelkonformen Endzustand ermöglicht.
Nehmen wir an, dass seit einer Million Jahre ein gewaltiger Lichtblitz unterwegs zu unserer Erde ist. Wir sehen ihn nicht, wir wissen davon nichts. Aber gerade in dem Augenblick, in dem wir den zweiten Apfel hinzulegen, erreicht der Blitz die Erde und alles Leben wird vernichtet. Und damit wird auch die Regel 1+1=2 nicht in Erfüllung gehen.

Wir sehen, dass damit selbst eine solch einfache Regel nicht immer stimmen MUSS. Was geschieht also, wenn wir Wissenschaft (Regeln) anwenden? Wir extrapolieren aus einem Istzustand einen (zugegebenermaßen sehr wahrscheinlichen) Endzustand. Wenn wir das anders formulieren, dann könnten wir auch sagen: Wir haben einen Istzustand, und wir GLAUBEN, dass der Endzustand auch tatsächlich geschehen wird.
Betrachten wir mit einer solchen Erkenntnis unser Dasein, so werden wir feststellen, dass unser GESAMTES Leben, unser Dasein, unsere Existenz, eben alles, ausschließlich darauf begründet ist, dass eine bestimmte angenommene Wahrscheinlichkeit die eigentliche Grundlage des Glaubens an ein Endergebnis darstellt.

Betrachten wir einen Vermieter. Er hat Mieteinnahmen, addiert diese auf, hat Ausgaben, subtrahiert diese, und ist in dem Glauben, dass er am Monatsende einen Gewinn auf seinem Konto hat. Auch hier finden wir keine Wissenschaft, sondern eine Vielzahl von Glaubenswahrscheinlichkeiten. Was ist, wenn ein Mieter nicht bezahlt, was ist, wenn eine ungeplante Reparatur Geld kostet, was ist, wenn die Bank in Konkurs gerät, was ist, wenn der Vermieter krank wird oder stirbt? Alles, alles sind Wahrscheinlichkeiten, welche zwar eine geringe Wahrscheinlichkeit besitzen, aber eben doch vorhanden sind. Da diese Wahrscheinlichkeiten möglich sind, müssen wir die Hoffnung, dass alles gut geht, als GLAUBEN bezeichnen.
Weitere Beispiele: Bei der Eheschließung versprechen sich beide Eheleute, gemeinsam füreinander da zu sein, ob in guten oder schlechten Tagen. Tatsächlich ist eine solche Aussage auch nur der Glaube an einen späteren Zustand, an ein späteres Verhalten.
Was ist mit der Arbeit. Der Chef rechnet damit, dass ausreichend Beschäftigte kommen und den Betrieb funktionsfähig halten. Würden alle Beschäftigten zum selben Zeitpunkt nicht zur Arbeit erscheinen, so würde das Unternehmen vielleicht bankrott sein. Auch hier ist die Wahrscheinlichkeit des Eintretens negativer Ergebnisse gering, aber wenn der Chef heute schon berechnet hat, was er morgen ausgeben kann, so ist auch dies der Ansatz des Glaubens an einen morgigen Zustand.

Damit könnten wir also sagen, dass unsere gesamte Welt, unser Universum, unser Raum, in allem nur auf Glauben aufgebaut ist. Wir glauben, dass die Erde sich morgen noch dreht, wir glauben, dass die Sonne noch morgen scheinen wird, wir glauben, dass die U-Bahn uns zum Ziel bringt, wir glauben, dass unser Partner treu bleibt, wir glauben, dass wir am Monatsende Geld auf dem Konto haben, wir glauben, dass es dann noch ein Konto gibt,…..
Alle Berechnungen, alle wissenschaftlichen Regeln, zeigen uns nur eine Wahrscheinlichkeit, dass ein Zustand 2 eintreten wird. Eine absolute Sicherheit jedoch gibt es nicht. Wenn es aber keine vollständige Sicherheit gibt, so bleibt nur die Hoffnung, dass etwas so eintreten wird. Und diese Hoffnung ist der Glaube.

Resumée

Wir können unser Sein als ein Subjekt bezeichnen, welches aus zwei Bereichen besteht:

  1. Der gesamte äußere, uns umgebende Raum. Dieser Raum hat eine Grundeigenschaft, er wird verändert und verändert sich. Jede Veränderung und Bewegung in diesem Raum, welche durch uns selbst erschaffen, begründet, geplant wird, entsteht aus Glauben.
  2. Der gesamte innere, in uns existierende Raum. Diesen inneren Raum betreten wir im Zustand des absoluten Glaubens, verlieren diesen Glauben durch äußere Kräfte, lernen gleichzeitig neuen Glauben durch innere Erkenntnis, und sind am Ende des Lebens wieder in einem Zustand vollständigen, selbst erschaffenen Glaubens.

Mit diesem Blick können wir nun sehen, dass unser Dasein UND Geist ausschließlich durch den Glauben begründet und definiert werden, und in der Folge lässt sich erkennen,  dass unsere Welt mit einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit ausschließlich ein Konstrukt ist, welches als Grundlage auf einer virtuellen Kraft, dem Glauben, gegründet ist.

 

Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

Der Fluss der Zeit

Der Fluß der Zeit

((Entnommen dem Buch: „Keine Angst vor dem Sterben“))

 

Die Fragestellung

Um uns dem Denken der Philosophie und Wissenschaft auf eine ungewöhnliche Weise zu nähern, soll hier eine vielleicht skurrile Fragestellung gewählt werden, welche jedoch zu einem verblüffenden Ergebnis führen wird.

Die Frage ist, ob die Zeit „normal“, von der geschehenen Vergangenheit über das Jetzt in eine noch ungewisse Zukunft verläuft.

Für jeden von uns steht außer Zweifel, dass wir in einer Raum-Zeit-Welt leben, deren Zeit-„Achse“ wie folgt verläuft:

Aus der Vergangenheit kommend,
im jetzigen Ist-Zustand seiend,
in eine Zukunft hinbewegend.

 

Nun wollen wir die – sicherlich absurde – Frage erörtern:
Könnte es nicht sein, dass wir aus einer bereits erfolgten Zukunft kommend, uns quasi im Zeitstrahl rückwärts bewegend, in die noch vage Vergangenheit gelangen werden?
Natürlich wird jeder ohne Zögern die Feststellung treffen, dass wir ja wissen, was wir eben, oder gestern, oder vor längerer Zeit getan – erlebt – gespürt haben, und deshalb eine solche Annahme ohne jeden Zweifel falsch sei.

Sicherlich, wir haben unsere Erinnerungen zu den Erlebnissen und Tatsachen aus der Vergangenheit, und wir wissen um die nicht bestimmbare Möglichkeit einer Entwicklung der Zukunft.

Natürlich könnten wir an dieser Stelle alles, auch unsere Existenz in Zweifel ziehen.
Wir könnten sagen, dass ALLES, also Vergangenheit UND Zukunft, nur in unserer Vorstellung existieren, ja, selbst den augenblicklichen IST-Zustand könnten wir nicht definieren, denn jeder Bruchteil einer Zeiteinheit ist ja bereits Vergangenheit und gleichzeitig Zukunft (Siehe dazu im Buch „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“ und als Video auf dieser Webseite ein einfaches Experiment, welches mit einer großen Wahrscheinlichkeit zeigt, dass wir nicht in einer Realität leben). Eigentlich gäbe es keinen zeitlichen Ist-Zustand. Ein solcher Gedankengang wäre sicherlich eine interessante Grundlage für eine Betrachtung zu anderen Fragestellungen.

Aber so einfach wollen wir es uns in Bezug auf die Frage:

Reisen wir von der Vergangenheit in die Zukunft oder von der Zukunft in die Vergangenheit,

nicht machen.

Adam

Wir wollen nun einen der Mechanismen der Philosophie in die Diskussion einbringen. Wir erschaffen dazu eine virtuelle Person mit bestimmten Eigenschaften, welcher wir dann die Fragestellung (eventuell) beantworten lassen können (Siehe dazu als Beispiel im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“ die Diskussion von Plattwesen auf der Oberfläche eines Ballons zur Erkenntnis der Ausdehnung in einem höherdimensionalen Raum).

Diese jetzt geplante virtuelle Person unterscheidet sich von uns im Grunde genommen überhaupt nicht. Wir wollen ihr lediglich eine Eigenschaft verleihen, über welche wir Menschen nicht verfügen. Wir legen fest, dass diese virtuelle Person über die Fähigkeit verfügt, in dem Bruchteil der Zeit, in welchen wir diese Person stellen wollen, diese ALLES weiß, was in diesem Augenblick IST. Wir wollen dieser Person auch einen Namen geben und nennen sie einfach: Adam = Mensch.

Adam lebt also in diesem winzigsten Bruchteil einer überhaupt möglichen Zeiteinheit zwischen der Vergangenheit und der Zukunft, im Ist und Jetzt, und weiß alles über den AKTUELLEN, gerade stattfindenden Zustand seines Seins. Adam kann jedes Molekül des Windes sehen, jedes Steinchen auf dem Weg, auf welchem er gerade steht, weiß über jedes Teilchen der Sonne Bescheid, die gerade eine Protuberanz in den Weltraum schleudert, sieht gerade den Flügelschlag eines Schmetterlings, kennt dessen Richtung, Geschwindigkeit, Masse, Bausteine….., Adam weiß ALLES, was gerade IST.

Was Adam aber nicht wissen kann, sind zwei Bereiche seiner winzigsten, kürzesten Existenz. Er weiß nicht und kann es ja auch nicht wissen, denn er lebt ja im JETZT, warum sich das Molekül X in die Richtung Y bewegt, denn diese Bewegung hat eine Ursache in der Vergangenheit, und diese kann Adam ja nicht kennen, denn Ursachen in der Vergangenheit sind im Ist und Jetzt nicht mehr existent, nur noch deren Wirkungen.
Bestenfalls in seiner „Erinnerung“ kann die Information sein, dass das Molekül X von einem anderen Molekül Z angestoßen wurde und sich deshalb im Ist gerade in einer bestimmten Richtung bewegt.

Weil Adam ein neugieriges Wesen ist, stellt er sich die Frage, ob er sich nun auf einem Weg von der Vergangenheit in die Zukunft befindet, oder ob er sich aus der Zukunft kommend in die Vergangenheit bewegt.

Und weil Adam ein kluges Wesen ist, sucht und findet er das entscheidende Kriterium, welches ihm diese Frage beantworten könnte.
Er sagt sich: Eine Antwort darauf finde ich, wenn ich Folgendes untersuche: Welcher Bereich, ob Zukunft oder Vergangenheit, ist unverrückbar fest, und welcher ist nicht fest, nicht determinierbar. Wenn ich dies herausfinde, so weiß ich, von wo auf dem Zeitstrahl ich herkomme und wohin ich gehen werden. Denn das, was fixiert ist, muss geschehen sein, wogegen das, was unbestimmt ist, erst noch geschehen wird.

Hier an dieser Stelle werden manche (wohl alle) sagen, damit ist es ja geklärt. Die Vergangenheit ist fest, abgeschlossen, bestimmbar, und die Zukunft ist in ihrer möglichen Entwicklung offen. Also alles klar, wir kommen aus der Vergangenheit und bewegen uns in die Zukunft.

Nicht so eilig, lieber Leser, wie wir gleich sehen werden.

Aus der Zukunft kommend

Betrachten wir mit den Augen von Adam die Szenerie, in der er sich gerade aufhält. Eben fährt ein großer amerikanischer Straßenkreuzer vorbei, und mit seinen Reifen quetscht er ein Steinchen auf der Straße aus dessen Ruhelage und schleudert es in Richtung eines zweiten Steinchens, welches getroffen eine halbe Drehung macht und sich mit der noch taunassen Seite nach oben drehen wird.
Adam weiß in diesem Augenblick alles, auch alles zu dem Detail des fliegenden Steinchens. Zwar wurde das Steinchen von dem Reifen des amerikanischen Straßenkreuzer in Bewegung gesetzt, aber das kann Adam ja nicht wissen. Er lebt ja nur für den Bruchteil einer Sekunde im IST, kennt dieses Steinchen, weiß dessen Masse, dessen Form, dessen Flugbahn, eben alle physikalischen Komponenten, welche dieses Steinchen determinieren. Mit diesem Wissen ist Adam allmächtig. Denn er könnte nun genau errechnen, wohin dieses Steinchen fliegen wird, kann bestimmen, mit welcher Geschwindigkeit, Masse und Fläche dieses Steinchen wo und wie an welcher Stelle auftreffen wird. Und, er kann dann selbstverständlich auch sagen, wie sich das zweite Steinchen, das von dem ersten Steinchen in Kürze getroffen werden wird, hinbewegen muss und wie es dort reagieren wird.
Denn Adam kennt auch von diesem zweiten Steinchen, wie von allem in unserem Universum, alle aktuell und gerade seienden Daten.

Da Adam auch weiß, wie dieses zweite Steinchen reagieren wird, könnte er auch die weiteren Folgen exakt und fehlerfrei definieren.
Dass das zweite Steinchen gegen die Rinde eines Baumes fliegen wird, nachdem es sich gedreht hatte, lässt Adam sogar errechnen, wie tief der Eindruck in die Rinde ist, welche Form dieser Eindruck hat, welche Folgen sich daraus ergeben, und so weiter.

Adam ist, wenn wir die Voraussetzung der Allwissenheit im IST annehmen, in der Lage, von allen Ereignissen, da er alle Ursachen im IST feststellen kann, exakt zu sagen, wann und wie sie eintreten werden. Er hat nicht den Hauch einer Chance, irgendetwas Falsches festzustellen. Alleine das Wissen um die Ursachen im IST zeigt, dass die Zukunft bestimmbar, berechenbar und damit unverrückbar fest ist. (An dieser Stelle wäre es interessant, die Frage zur Wirkung einer möglichen Entscheidung des Menschen oder auch Gottes zu betrachten. Siehe dazu im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“ die Betrachtungen zur Theodizee und zu einem Experiment, welches die Existenz der eigenen Seele in einer höheren Dimension annehmen lässt).

Adam lernt also, dass die Kenntnis der URSACHE im IST für den Menschen das Rätsel der Unbestimmtheit der Zukunft löst und damit zeigt, das Zukunft bestimmbar und damit fixiert ist.

Aus der Vergangenheit kommend

Aber Adam wäre kein intelligentes Wesen, wenn er nicht die Frage der Vergangenheit stellen würde. Denn würde es sich herausstellen, dass die Vergangenheit ebenso feststehend ist wie die Zukunft, so wäre doch nur eine einzige Antwort auf unser Leben, unsere Zeit möglich. Das hieße dann nämlich, dass, wenn Vergangenheit UND Zukunft feststehend sind, es in letzter Konsequenz gar kein IST geben dürfte. Oder, noch schrecklicher, das IST wäre dann ein statischer Zustand, welcher für alle Zeiten, alle Ewigkeit unbeweglich zwischen dem Ende der Vergangenheit und dem Beginn der Zukunft ruhen würde.

Ein solcher Ansatz aber würde bedeuten, dass unsere Gedanken, unsere Erinnerung, unsere Planung und Hoffnung, null und nichtig wären. Es würde dann nichts mehr geben, kein Sein, keine Existenz. Wir wären nur ein winziger Gedanke in einer endlosen Ewigkeit. Und wir würden es nicht einmal merken, denn nur noch über unsere Illusion würde uns Vergangenheit und Zukunft vorgegaukelt sein.
Wir würden wie ein Zeitmolekül zwischen zwei magnetischen Polen gefangen sein.

Da diese Erkenntnis eigentlich das Ende der Existenz bedeuten würde, legt nun Adam all seine Hoffnungen in die mögliche Erkenntnis zur Vergangenheit. Er versucht, mit seinem Wissen, seinem allmächtigen Wissen, welches alles im IST weiß, die Vergangenheit zu bestimmen.

Und er stellt fest, dass er zwar aus jeder Ursache im IST, die er natürlich kennt (und er kennt aufgrund der Definition des Adams alle), exakt die Wirkungen in die gesamte Zukunft berechnen und bestimmen kann, es aber ihm unmöglich ist, aus diesen bekannten Wirkungen aus der Zukunft zurück auf die Ursachen in der Vergangenheit schließen zu können.

Als Bild betrachtet: Adam ist es unmöglich, aus der Lage des Steines, welcher vom Reifen des amerikanischen Straßenkreuzers weggeschleudert wurde, zu BESTIMMEN, wie dieser Stein in die aktuelle IST-Lage kommen konnte. Dieser Stein kann von einem anderen Fahrzeug hergeschleudert worden sein, vielleicht hat ein Kind vor Jahren diesen Stein auf die Straße geworfen, …. Milliarden von Möglichkeiten könnten geschehen sein. Aber eine exakte, wissenschaftliche Bestimmung aus dem IST heraus kann nicht zeigen, wie die Vergangenheit war.

Adam entdeckt jetzt das Geheimnis des Zeitverlaufes. Mit dem Wissen im IST zeigt sich, dass die Zukunft absolut genau bestimmbar ist, die Vergangenheit absolut unbestimmbar bleibt.

Adam könnte zwar zu manchen Fragen die „Erinnerung“ als Sicherheit der bereits geschehenen Vergangenheit hernehmen, jedoch kann es wissenschaftlich im IST, und nur im IST sind wir im Augenblick existent, keine Beweisbarkeit zur Vergangenheit geben.

Lediglich die Zukunft ist FESTSTEHEND.

Und nun hat Adam die entscheidende Erkenntnis: Das, was FEST ist, ist ein Beweis, dass es bereits geschehen ist. Das, was unbestimmbar ist, ist der Beweis, dass es noch nicht geschehen sein kann.

Erinnerung als Beweis für Ursache und Wirkung

Auch wenn Adam sich sagt, meine Erinnerung aber zeigt doch, dass die Vergangenheit geschehen ist, so wird Adam auch diesen nun neuen Widerspruch zu lösen versuchen. Denn, wie wir wissen, ist Adam ja im Bezug auf das IST allwissend. Und so greift nun Adam in den Bereich seines Gehirnes ein und entdeckt, dass auch die Erinnerungen nichts anderes sind als URSACHEN und WIRKUNGen im IST.
Er sieht den Stromimpuls, welcher gerade von einer Verzweigung seiner Gehirnzelle zum nächsten Bereich im Gehirn unterwegs ist. Dort ankommend wird der Impuls mit einer bestimmten Masse, Bewegung, Stärke auf den neuen Bereich auftreffen, Reaktionen hervorrufen und dem Bewusstsein die Erinnerung einer vergangenen (gedachten) Ursache als Vorstellung bzw. als energetischer Impuls uns Vergangenheit suggerieren.

Resumée

Adam zieht also den einzig möglichen Schluss aus diesen Überlegungen: Er erkennt, dass er auf einem Zeitstrahl lebt, welcher sich aus der sicheren und beweisbaren vergangenen Zukunft kommend in die zukünftige und nur vage oder nicht beweisbare Vergangenheit bewegt.
Lediglich die Frage, warum er aber dann „glaubt“, aus der Vergangenheit in die Zukunft zu reisen, kann Adam nicht beantworten. Er hebt sich diese Frage für einen späteren Zeitpunkt auf.

 

Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

Theodizee

Der folgende Text wurde dem Buch: „Neue Theologie, Physik, Indizien, Experimente“ entnommen. Der Text soll in Form einer philosophischen Erörterung Grundlagen zu der Frage der Theodizee beschreiben und zur Diskussion stellen.
Im Ergebnis, dies vorweggenommen, zeigt sich mit einer doch nicht geringen Wahrscheinlichkeit, dass Gott nicht nur nicht verantwortlich für das sein kann, was wir Menschen als Leid empfinden, sondern dass für Gott sehr wahrscheinlich Leid nicht als Leid erkennbar sein könnte. Die Erörterung zeigt, dass in der Konsequenz wir Menschen alleine für die Entstehung und Erleiden von Leid die Verantwortung tragen.

Betrachtungen zur Einleitung

Das Weinen eines jeden unschuldigen Kindes ist der Beweis, dass es einen Gott nicht geben kann.
Georg Büchner prägte diese wirklich eindrucksvolle Erkenntnis, welcher seitdem DER Beweis für die Richtigkeit des Atheismus ist.

Die Anhänger des Atheismus argumentieren damit, dass es keinen allmächtigen und gerechten Gott geben kann, denn dann dürfte dem (noch) unschuldigen Kind kein Leid geschehen.

Die Schlussfolgerung daraus ist:

Entweder: Gott ist ungerecht, denn er lässt es zu, dass einem unschuldigen Wesen Leid geschieht,
oder: Gott ist nicht allmächtig, da er dieses ungerechte Leid nicht verhindern kann.

Damit zeigt sich, dass es einen allmächtigen Gott nicht geben kann. Bestenfalls wäre das dann ein Gott mit Fehlern oder ein schwächlicher Gott, mithin also kein Gott.

Jedoch, dieser Satz von dem weinenden, unschuldigen Kind als Argument für die Nichtexistenz eines Gottes ist falsch.
Wir werden dies im folgenden erörtern und dabei eine verblüffende Erkenntnis gewinnen.

Die eigentliche Frage hinter dem Satz des weinenden Kindes ist:
Wer oder was ist dafür verantwortlich, dass dieses unschuldige Kind weint.
Ja, eigentlich müssten wir die Frage komplexer stellen und uns fragen:

Was ist überhaupt das Leid, und wer kann dafür verantwortlich gemacht werden?

Nähern wir uns diesem Thema philosophisch, so ist es notwendig, erst einmal das Leid zu analysieren.
Wir müssen uns fragen, welche Arten von Leid gibt es überhaupt?

Die Kriterien

Dazu wollen wir Leid in drei grobe Kategorien einteilen.

a) Das bewusst erzeugte Leid.
Beispiele: Ein Mensch gibt einem anderen eine Ohrfeige, erniedrigt ihn, stiehlt etwas, betrügt,….

b) Das unbewusst erzeugte Leid.
Beispiele: Ein Raubtier fällt einen Menschen an, ein Bauwerk enthält einen Fehler und stützt ein,….

c) Das physikalisch erzeugte Leid.
Beispiele: Erdbeben, Vulkanausbruch, Sturmflut,…

Soweit der Ansatz einer Klassifizierung des Begriffes Leid.
Sicherlich gibt es dazu weitere Unterklassen, aber im Grunde können wir Formen des Leides in diese drei Kategorien gliedern.

Nehmen wir als Beispiel das vielzählige Leid, welches der Atombombenabwurf über Hiroshima erzeugte. So ist dies zwar eine Kette von Verantwortlichkeiten (Erfinder und Konstrukteur mit dem Ziel, eine Waffe zu erbauen, bis hin zum Soldaten, der dann letzten Endes den Knopf für den Abwurf drückte).
Dies lässt sich in die Kategorie a einordnen, das bewusst erzeugte Leid.

Betrachten wir den Fall, dass ein umstürzender Baum einen Spaziergänger verletzt. Dies wäre in Kategorie b einzuordnen, denn für den umstürzenden Baum sind, auch wenn ein Windstoß dies als abschließende Ursache bewirkte, letzten Endes die Käfer und Würmer verantwortlich. Diese haben nämlich den Baum soweit geschädigt, dass das Unglück geschehen konnte.

Das gemeinsame Kriterium

Nachdem wir nun für Leid eine erste Klassifizierung festlegten, müssen wir einen weiteren wichtigen Schritt in der Erörterung des Leides gehen und das Kriterium suchen, das allen Kategorien gemeinsam ist.

Beginnen wir mit der untersten Kategorie (c), denn damit finden wir einen Ansatz wohl am leichtesten.

Was ist die Ursache für beispielsweise ein Erdbeben.

Die Antwort ist einfach und klar. Ein Erdbeben entsteht, weil (in der Regel) die Bewegung der Kontinente eine Spannungen aufbaut, welche sich in einem kurzen Augenblick „entladen“, also entspannen kann.

Doch die Ursachen liegen noch etwas tiefer.
Die Bewegung der Kontinente als Grundlage für die Entstehung einer kontinentalen Spannung geschieht deshalb, weil sich die Erde dreht und in ihrer Gestalt verändert. Dadurch entstehen zusätzliche Kräfte, welche auf die Kontinente einwirken und zu den Spannungszuständen beitragen.

Aber auch damit sind wir nicht am Ende der Ursachen. Der Mond dreht sich um die Erde, es gibt eine gegenseitige Anziehungskraft, und diese wirkt somit ebenfalls auf die Bewegung der Kontinente.
Gleiches geschieht aufgrund der Bewegung der Erde um die Sonne, aufgrund der Bewegung des Sonnensystems in unserem Universum, und so weiter und so fort.

Wir sehen, es gibt eine Vielzahl von Kräften, welche letzten Endes Ursache für ein Erdbeben sind.

Wir können aber feststellen, dass diese uns bekannten Ursachen um so weniger beteiligt sind, je allgemeiner diese wirken, beziehungsweise je weiter die Ursachen entfernt sind.
Wir können auch festhalten, dass die stärkste und entscheidende Ursache für ein solches Leid aus einem Erdbeben die physikalischen Gesetz von Spannung, Reibung und Entspannung sind, wobei sich auch alle anderen Ursachen auf den Grundsatz Spannung und Entspannung zurückführen lassen.
Damit lassen sich die Ursachen für ein Erdbebenunglück in den physikalischen Gesetzen finden.

Wenden wir uns nun der Kategorie (b) zu.

Ein Mensch geht im Wald spazieren und wird von einem wilden Tier oder von einem umstürzenden Baum verletzt.
Was geschieht dabei? Das Tier verletzt den Menschen, weil es vielleicht Hunger hat und den Menschen fressen will, oder, es verletzt den Menschen, weil es sich bedroht fühlt. Auch der umstürzende Baum fällt nur deshalb um, weil Käfer und Würmer hungrig waren und den Baum soweit angefressen haben, dass er nicht mehr standsicher war, umstürzte und damit Leid erzeugte.

Die Tiere haben dieses Leid nicht deshalb verursacht, weil sie Leid an sich erzeugen wollten, sondern weil sie einen Überlebenstrieb haben. Das Eigene zu bewahren ist dabei die Haupttriebfeder für die Tat, welche dann Leid erzeugt.
Gehen wir in der Betrachtung noch ein wenig tiefer, so können wir auch hier dieses Handeln (Selbsterhaltungstrieb) auf einen Zustand von Spannung und Ausgleich zurückführen. Denn ein solches Tier hat auf der einen Seite ein Hungergefühl (Spannung) und gleicht dies durch Zuführung von Nahrung aus (töten und essen). Ebenso geschieht es über die gefühlte Bedrohung des Tieres, welches uns angreift. Diese Bedrohung (Spannung) gefährdet den Lebenserhaltungstrieb und wird durch eine Aktion (Bekämpfung) versucht zu beenden – auszugleichen.

Wenden wir uns nun der Kategorie (a) zu.

Ein Mensch gibt einem anderen eine Ohrfeige erzeugt damit körperliches und seelisches Leid (Schmerz und Erniedrigung).

Gleichgültig, ob eine solche Handlung stattfindet, oder ob etwas gestohlen wird, oder ob ein Vorgesetzter seine schlechte Laune am Untergebenen auslässt oder ob der Soldat den Knopf für den Bombenabwurf drückt, allen diesen Leid erzeugenden Handlungen liegt das gleiche Prinzip wie in Kategorie b (und auch c) vor. Es geht dabei um den Überlebenstrieb, um dem Ausgleich von Spannungen.

Dieser Ansatz muss noch etwas verdeutlicht werden.

Der Mensch, der einem anderen eine Ohrfeige gibt, tut dabei etwas Grundlegendes für sein eigenes Überleben. Er beweist sich als stärker als der Geschlagene, zeigt den anderen Menschen, dass eine Bedrohung seiner selbst risikoreich ist und verhindert damit solche möglichen Angriffe gegen sich selbst, er baut zudem durch diese Handlung sein Selbstbewusstsein auf, wird damit stärker und hat so künftig mehr Chancen, in einem Konflikt zu überleben und steigert damit seine Chance, sich zu vermehren.

Wir sehen, dass die Handlung einer Ohrfeige ein zwar ungerechtes Handeln dem anderen gegenüber, aber gut für den eigenen Überlebenstrieb ist.

((Bild 32))
Beschreibung: A → Der Mensch will sich etwas Gutes tun und erzeugt eine Handlung X.
B → Die Handlung X wirkt zurück als Gutes auf den Erschaffer (Mensch). C → Das gleichzeitig mit dem Guten erschaffene Leid X wirkt auf andere Menschen.

Auf diesen Überlebenstrieb lassen sich im Grunde genommen alle solche Handlungen zurückführen, die anderen Menschen (und Tieren, Pflanzen), Leid zufügen.

So gesehen kann man alle Handlungen dieser Kategorie, die Leid erzeugen, auf diesen einfachen Überlebenstrieb zurückführen, gleichgültig, ob diese zum Erhalt des Ich´s oder zum Zeigen der Macht, des Status oder allgemein der Fähigkeit zum Überleben dient, ob damit die Fortpflanzung einfacher wird (imponieren) oder ob das Eigentum vermehrt wird (Diebstahl, Betrug), oder ob Gefahren beseitigt werden (Totschlag)…..

Sogar das Handeln einer Mutter, die ihr Leben dafür opfert, dass ihr Kind überleben kann, ist eine Form des Selbsterhaltungstriebes, denn damit lässt sie ihre Gene überleben. Und, nicht zu vergessen ist der Held, der in einem Konflikt sein Leben für Kameraden oder Familie opfert. Auch er tut etwas, das im Grunde genommen eine Handlung des Überlebenstriebes ist.

((Bild 33))
Beschreibung: A → Eine Mutter opfert sich (tut sich Leid an) und erzeugt eine Handlung X.
B → Die Handlung X wirkt zurück auf die Mutter als Leid auf den Erschaffer (Mensch). C → Das gleichzeitig mit dem Leid erschaffene Gute X wirkt auf andere Menschen (die Kinder).

Dieser Selbsterhaltungstrieb lässt sich ebenfalls auf die Grundmechanismen von Spannung und Entspannung zurückführen. Denken wir dabei nur daran, dass es zwar einmal virtuelle Spannungen sind, sich diese aber letzten Endes auf Ladungsunterschiede der Elektronen im Gehirn zurückführen lassen. Anders gesagt, diese Handlungen lassen sich auf eine Form der Spannung und des (versuchten) Ausgleiches zurückführen. Die Spannung ist dabei auf den ersten Blick zwar eher geistig (virtuell) aber im Grunde genommen doch eine materielle Spannung (Gene, Hormone, Elektronen im Gehirn,…).

Wir können also nun als Etappe in unserer Erörterung festhalten, dass sich die Ursache für Leid allgemein darauf zurückführen lässt, dass Spannungen und damit deren Ausgleich zugrunde liegen.

Schuld und Verantwortung

Nun sollten wir uns einem weiteren Kriterium von Leid zuwenden. Das ist die Frage von Schuld und Verantwortung.
Für das Zuordnen einer Schuld ist immer Voraussetzung, dass eine Verantwortung besteht.

Und damit ist nicht die natürliche Verantwortung für sich selbst (Selbsterhaltungstrieb) gemeint, sondern Verantwortung für das andere Leben, dem wir Leid zufügen.
Eine solche Verantwortung können wir nicht vom Vulkan verlangen, der einfach ausbricht und Menschen Leid zufügt. Verantwortung können wir auch nicht dem Tier unterstellen, das uns fressen will, Verantwortung ist eine Sache, die offensichtlich nur uns Menschen gegeben ist.

Und das ist etwas Eigenartiges, denn es besteht offensichtlich ein kausaler Zusammenhang der Verantwortung und der Schuld mit dem Leid.
Dieser Zusammenhang ist aber nur (derzeit) bei Handlungen von Menschen zu finden.

Schauen wir deshalb, ob es mit Schuld und Verantwortung auch andere Verknüpfungen gibt.
Und wir finden, dass ein ursächlicher Zusammenhang mit der Möglichkeit zur Entscheidung besteht, welcher sich letzten Endes auf die Erkenntnis unseres Selbst zurückführen lässt(FN Das heißt, dass Schuld am Leid erst dann entsteht, wenn eine Lebensform die Erkenntnis seiner selbst hat.FN).

Zwischenschritt:

Gehen wir gleich einen Schritt weiter in unserer Betrachtung. Bleiben wir nicht dabei stehen, den ursächlichen Zusammenhang von Leid, Schuld, Verantwortung mit der Erkenntnis des Selbst zu finden, sondern stellen wir uns die Frage, wie kann Schuld und Verantwortung in uns entstanden sein?

Dazu bieten sich zwei Varianten an.
Wir müssen uns fragen, sind diese Werte aus Verantwortung, Schuld, Leid als Ergebnis einer Entwicklung entstanden oder wurde uns dies „irgendwie“ mitgegeben. Sehen wir also nach, ob diese Werte irgendwo in der Evolution auftauchen. Denn sie müssen ja irgendwann mal „klein“ angefangen haben und sich dann von Entwicklungsstufe zu Entwicklungsstufe weiter herausgebildet haben.

Jedoch, wir finden nichts, weder Anfangswerte noch Zwischenschritte noch andere Arten von Verantwortung oder Erkenntnis oder letzten Endes auch nicht von einer Entscheidungsfreiheit. Selbst der Nestbau der Vögel, oder das Aufziehen des Nachwuchses im Tierreich, lassen sich auf den jeweils eigenen Selbsterhaltungstrieb zurückführen.
Eine wie auch immer geartete Weiterentwicklung dieses Selbsterhaltungstriebes im Tierreich zum Erkennen einer Verantwortung und damit auch in der Folge von Schuld bei Fehlverhalten ist in dem Handeln zur Selbsterhaltung nicht zu erkennen.

Eine evolutionäre Entwicklung von Verantwortung und darauf aufbauend einer möglichen Schulderkenntnis ist nicht zu finden.
Also können wir nur den Schluss ziehen, dass irgendetwas, vielleicht eine andere Lebensform oder Gott uns diese Werte gegeben oder eingepflanzt oder in uns erweckt hat.

Eine interessante Fragestellung wäre es, ob es nicht andere Lebensformen gewesen sein könnten, die dies in uns einbrachten.
Doch das ist zu kurz gedacht. Selbst wenn es sogenannte Außerirdische waren, die uns Menschen das Bewusstsein der freien Entscheidung und damit von Schuld und Verantwortung gebracht haben, so müsste es doch ein göttliches Wesen gewesen sein, das diesen Außerirdischen solche Werte und Erkenntnisse gab.
Doch auch wenn man dies wieder anderen Außerirdischen zurechnet, die dann „unseren“ Außerirdischen diese Werte eingaben, so müsste es doch irgendwann in der Vorzeit irgendein erstes Wesen gegeben haben, das Bewusstsein, Schuld und Verantwortung erstmalig erwachen ließ. Und damit könnten wir vielleicht ein Wirken Gottes in unserem Leben erkennen.

Doch zurück zu der Frage einer Evolution der Werte Verantwortung und darauf basierender Schuld.

Es lässt sich doch eine Komponente der Entwicklung der Werte von Schuld und Verantwortung erkennen.
Das könnten wir im Altruismus, Heldentum, Opfern für die Gemeinschaft sehen.
Im Grunde genommen hat sich damit aus dem ursprünglichen Selbsterhaltungstrieb in uns eine höhere Form entwickelt, die Verantwortung für andere Menschen, für Tiere, Pflanzen….
Aber dies finden wir nur in uns Menschen.
Wenn man dem entgegenhalten würde, dass zum Beispiel Tiere sich sehr wohl für die Gemeinschaft opfern würden (gemeinsames Verteidigen gegen Angreifer, gemeinsames Jagen,…), so ist dies nicht mit der Aufopferung beim Menschen zu vergleichen, denn ein Tier kann im Kampf gegen einen Angriff auf die Gemeinschaft sehr wahrscheinlich nicht den eigenen Tod(FN Die Diskussion der Erkenntnis des eigenen Todes ist der Schlüssel für eine weitere Betrachtung auf dieser Webseite, nämlich die Erörterung der Frage, wie eine höhere Lebensform für uns erkennbar werden könnte. FN) erkennen, der die Konsequenz seines Handelns wäre, sondern die Verteidigung ist Teil des unmittelbaren eigenen Überlebens. Dieses Überleben ist in der Gruppe einfacher, also lässt sich, auch aufgrund des fehlenden Wissens um die Konsequenz des eigenen Todes, dieses Handeln bei den Tieren und Pflanzen auf den Überlebenstrieb zurückführen.

Anders der Mensch, denn er weiß um das einschneidendste Ereignis seines Lebens, die Konsequenz seines Todes als Folge seines Wirkens für die Gemeinschaft.

Diese Verantwortungs-Evolution beim Menschen können wir zwar nicht aus einer natürlichen Evolution ableiten, sondern auf, und hier schließt sich der Kreis, ein mögliches göttliches Wirken. Mit diesem möglichen göttlichen Wirken lässt sich vielliecht erklären, warum gerade die Religionen dazu beitragen, die Fürsorge für Andere zu einem Ideal zu machen.
Die eigentliche Eigenschaft der Selbstlosigkeit, Anderen zu geben, zu helfen, war aber immer schon im Menschen vorhanden und kann deshalb als eine von Gott in uns gelegte Eigenschaft betrachtet werden.
Im Altruismus könnten wir das göttliches Element in uns erkennen.

Die Kraft der Verantwortung

Bestimmt sammelt jeder von uns irgendetwas. Wir wollen am Beispiel eines Sammlers von Briefmarken den Konflikt und die Gefahr aus diesem göttlichen Gemenge von Schuld, Verantwortung, Selbsterhaltungstrieb und Erkenntnis deutlich machen.

Briefmarkensammler vervollständigen ihre Sammlung beispielsweise durch das Tauschen.
Tauschen bedeutet, ich habe von einer Sorte viel und geben diese jemand anderem, der genau diese Sorte braucht, und dieser gibt mir dafür eine Briefmarke, die ich für meine Sammlung brauche.

Leid würde dabei auf den ersten Blick nicht entstehen. Und doch erzeugen beide Sammler Leid, denn beide geben etwas für sie Geringwertiges und erhalten etwas für sich Höherwertiges. Das Leid wird nur deshalb nicht als Leid empfunden, weil beide die Handlung als Erfolg für ihren Selbsterhaltungstrieb sehen.

Tatsächlich ist dies ein grundlegender Teil unserer Gesellschaft geworden. Der scheinbare Gewinn für einen Käufer (Schnäppchen) ist tatsächlich aber der Gewinn für den Verkäufer. Diese simple Regel wird in unserer Gesellschaft perfektioniert, indem man dem Käufer (Kunden) mittels Werbung das eigentliche Leiderlebnis in ein Erfolgserlebnis ändert.
Und dies geschieht nicht etwa aus ethischen Gründen, weil man dem Käufer Leid ersparen möchte, sondern weil man dem Käufer die Erkenntnis des Leides ersparen möchte, damit er wiederkommen wird und ihm weitere Produkte verkauft werden können. Und über die Bindung wird vom Verkaufsunternehmen in der Konsequenz noch mehr (unbemerktes) Leid erzeugt.

Aber wir wollen ja herausfinden, welche Stärke eine solche göttliche Kraft aus Schuld und Verantwortung hat.
Dazu überlegen wir uns, was würde denn geschehen, würden diese beiden Regelmechanismen Schuld und Verantwortung fehlen und ausschließlich der Selbsterhaltungstrieb wirken.

Dann würde Folgendes geschehen.
Ein Mensch trifft sich mit einem anderen, um Briefmarken zu tauschen.
Ein Tausch würde möglicherweise für unsere Person einen Gewinn bedeuten, aber auch gleichzeitig einen Verlust (denn er müsste ja auch eine eigene Briefmarke geben). Für den Überlebenstrieb gäbe es nur die Alternative, dass die gegebene Briefmarke zurückgenommen wird (über Raub, Diebstahl).
Als Konsequenz aber würde der andere sich wehren und vielleicht siegen, so er denn stärker wäre, oder er würde das Gericht anrufen und den ersten möglicherweise zu Gefängnis verurteilen lassen. Dies würde ebenfalls gegen den Überlebenstrieb sein, also müsste auch diese Gefahr verhindert werden.
Das aber wäre in letzter Konsequenz nur möglich, wenn der Tauschpartner getötet wird. Damit aber hätte der Täter dann einen größeren Teil der Gesellschaft gegen sich, die dann Maßnahmen gegen seinen Überlebenstrieb einleiten würden (Strafverfolgung, Blutrache,….). Also müsste in der Konsequenz der Täter auch die Familie des Opfers töten, und in der Folge die Polizei, die ihn verfolgen würde, und den Richter, und so weiter.
Am Ende hätte der Täter, sofern er die Möglichkeiten dazu besitzt, den gesamten Planeten menschenleer gemacht. Damit würde er einen weiteren Vorteil erhalten, denn er hätte damit alle Briefmarken der Welt in seinen Besitz gebracht.

Auf der anderen Seite aber würde er damit seinen Selbsterhaltungstrieb schädigen, denn es würde die Reproduktion von ihm nicht mehr möglich sein, es gäbe niemanden mehr, mit dem er Nachkommen schaffen könnte.

Dieses obige Beispiel mag auf den ersten Blick an den Haaren herbeigezogen wirken. Tatsächlich aber zeigt es uns, welche ungeheure Kraft und Konsequenz diese göttliche Eigenschaft der Empathie in sich tragen.

Relation von Gut und Leid

Wir können mit dem bisher Erörterten sehr wahrscheinlich annehmen, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang von Gut und Leid geben könnte.

Das bedeutet, Leid entsteht IMMER durch den Menschen selbst.
Sehen wir uns dazu Beispiele zu den unterschiedlichen Kategorien an.

Zu a)
Ein Mensch gibt einem anderen eine Ohrfeige. Die schlagende Person tut sich selbst damit etwas Gutes, denn sie stärkt ihren Lebenserhaltungstrieb dadurch, dass sie ihre überragende Position festigt, vielleicht sogar erhöht und den Anderen erniedrigt.
Das Leid des Einen ist das Gute des anderen.
Dies lässt sich auf alle Beispiele der Kategorie a) anwenden, gleich ob ein Vorgesetzter seinen Untergebenen schikaniert, ob jemand stiehlt, oder was auch immer getan wird, es ist so, dass immer der Vorteil (das Gute) des einen bei einem anderen Leid erzeugt.

Zu b), c)
Können wir in der Kategorie a) diesen Zusammenhang von Gutem und Leid noch verstehen, ist ein solcher Zusammenhang in den Kategorien b) und c) nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Und doch gibt es ihn.
Denn wir haben mit der Fähigkeit zur freien Entscheidung auch das Element der Verantwortung in uns.
Verantwortung betrifft aber auch Zukunft, gleichgültig ob für uns selbst oder für die Allgemeinheit.
Diese Verantwortung bringt uns dazu, sogenannte „Vorkehrungen“ für zukünftige Handlungen zu treffen. Das heißt, diese Kraft der Verantwortung für die Zukunft ist der Antrieb, etwas zu lernen, in Erfahrung zu bringen, experimentell zu untersuchen, zu erforschen, zu trainieren, etc.

Diese aufeinander aufbauende Kette von Wissen, das im Grunde genommen das Ergebnis zahlloser früherer Verantwortungen ist, kann uns und andere davor bewahren, Leid erleiden zu müssen. Mit dem heutigen Wissen können Erdbeben oft vorausgesagt werden und Gegenmaßnahmen als Schutz vor Leid erfolgen.
Wir können auch, mit dem entsprechenden Wissen, diejenigen Bäume im Wald markieren, die vom Umstürzen bedroht sind und nachfolgende Spaziergänger damit warnen und somit deren mögliches Leid verhindern.

In der Konsequenz bedeutet das: Würden wir über alles Wissen in unserem Universum verfügen, so würde damit das Leid der Kategorie b) und c) verschwinden, wenn wir es möchten.
Und sicherlich würde dann auch das Leid der Kategorie a) nicht mehr existieren, denn mit einem vollständigen Wissen würden wir auch alle Konsequenzen aus unserem Handeln erkennen können.

Damit sehen wir, dass Leid ausschließlich von uns Menschen erschaffen oder zugelassen wird oder zu verantworten ist, ob durch Handeln oder durch Unterlassen(FN Unterlassen bedeutet die Pflicht, auch das noch nicht erworbene Wissen zu erforschen.FN).

Eine göttliche Verantwortung oder sogar eine göttliche Pflicht zum „Eingreifen“ kann es da nicht mehr geben, denn damit würde die Freiheit und die Erfahrung unserer Selbsterkenntnis ad absurdum geführt.

Erkenntnis

Um zum Beginn dieses Kapitels zurückzukehren und die Erörterung zu schließen, können wir nun feststellen, dass die Behauptung, das Weinen eines unschuldigen Kindes sei ein Beweis für die Nichtexistenz Gottes, falsch ist.
Das Weinen eines unschuldigen Kindes ist ausschließlich auf ein menschliches Versagen oder Schuld oder Nichtwissen zurückzuführen, sei es durch eine direkte Schuld (keine Essen gegeben, die Windeln nicht gewechselt) oder durch eine indirekte Schuld (zu wenig Wissen zu schädlichen Nahrungsmitteln, zu wenig Wissen über Medizin, über Gefährdung durch andere Menschen oder Tiere,….).

Wir könnten ausschließlich dann Gott eine Mitschuld geben, wenn wir Gott unsere Freiheit der Entscheidung und unsere Erkenntnis des Seins zurückgeben würden.

Erkennen müssen wir, dass damit, dass wir eine offensichtlich göttliche Kraft in uns tragen, wir auch Pflichten übernommen haben.
Das Weinen eines unschuldigen Kindes als Beweis für die Nichtexistenz Gottes zu verwenden, mag für Menschen, denen eine oberflächliche Betrachtung ausreichend ist, genügen.
Die tiefere und hier zur Diskussion gestellte Erkenntnis aber zeigt, dass die Erörterung über das Weinen eines unschuldigen Kindes geradezu ein Indiz für eine Existenz Gottes ist.

Und diese Erörterung ergab die eigentlich überraschende Erkenntnis, dass das sogenannte Böse immer aus einem egoistischen Guten entsteht.
Das heißt, immer wenn wir uns selbst auf irgendeine Weise Gutes tun, erschaffen wir damit gleichzeitig etwas Böses.
Könnte darin vielleicht das liegen, was die Kirche als „Erbsünde“ bezeichnet?
Vielleicht finden wir hier sogar eine tiefere Wahrheit in dem Satz Jesu Christi(FN Diese Forderung nach Liebe des anderen ist Grundlage aller Religionen, schlechtestenfalls nur beschränkt auf die eigene Religionsgruppe.FN): Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.
Damit wird uns eine Regel gezeigt, wie wir in allen unseren Handlungen das daraus erwachsende Böse verhindern oder minimieren könnten und so dann gleichsam von alleine dazu beitragen, dass die Welt, die Gemeinschaft der Menschen, in Menschlichkeit leben darf?

Ist Leid die Schuld Gottes?

Im vorigen Abschnitt konnten wir sehen, dass wir, wir Menschen, die alleinige Ursache für all das sind, was wir als Unglück, Leid, bezeichnen. Entweder sind wir selbst die Verursacher oder wir hätten durch Wissen solches vermeiden können.

Jedoch neben dem Subjekt der Ursache für Leid und Unglück, welches alleine durch uns erzeugt bzw. ermöglicht wird, gibt es noch einen zweiten Gedanken, der von Atheisten als Beweis für die Nichtexistenz eines allmächtigen Gottes angeführt wird.

Dies ist die Frage nach der Verantwortung Gottes, also die Frage, warum Gott solches Unglück oder Leid zulässt. Denn wenn er allmächtig wäre, so würde er ja doch unser Leid verhindern können.
Wenn er das Leid nicht verhindert, also uns Menschen leiden lässt, so ist er entweder der böse oder der machtlose Gott, mithin also kein Gott.

Auch hier ist Frage und Antwort an sich nur auf den ersten Blick logisch gestellt. Tatsächlich aber ist die Fragestellung selbst subjektiv, weil sie eigentlich eine in eine Frage gekleidete Behauptung einer Eigenschaft enthält, was aber nicht auf den ersten Blick erkenntlich ist.

Denn der so Fragende unterstellt mit der Fragestellung Gott eine Eigenschaft.
Diese eigentlich menschliche Eigenschaft, dass Gott Leid genauso empfindet wie wir Menschen, also negativ, schädlich, schmerzend, mithin also, dass Gott ein (unvollkommenes) Wesen mit den genannten menschlichen Eigenschaften sei.

Diese Zuordnung einer Eigenschaft, willkürlich und ohne jeglichen Beweis, wird dann, wenn Gott nicht im Sinne dieser Eigenschaft reagiert, als Beweis dafür verwendet, dass Gott nicht in der Lage ist, die Folgen dieser (angedichteten) Eigenschaft zu korrigieren.

Um hier einen Weg zu einer Lösung aus diesem Kreisschlussbeweis zu finden, müssen wir etwas mehr tun, als nur zu zeigen, dass es sich um die menschliche Zuordnung einer menschlichen Eigenschaft an Gott handelt, welche dann in einer Frage formuliert wurde.

Damit wir eine Antwort finden, müssen wir als erstes definieren, was Leid und Unglück überhaupt sind.

Leid und Unglück (ich möchte ab hier vereinfachend nur noch vom Leid sprechen) besitzen eine wirklich merkwürdige Eigenschaft:

Leid entsteht immer aus einem Vergleich beziehungsweise aus dem Wissen einer weniger leidvollen Alternative(FN Neben den beiden anderen Eigenschaften Verantwortung und Schuld als Ursache und Wirkung, siehe Kapitel (im Buch) vorher.FN).

Ein paar Beispiele dazu, um es etwas verständlicher zu machen.

Beispiel Schokoladentorte.
Würden wir Menschen uns ausschließlich von Schokoladentorte ernähren und nichts anderes kennen, das wir essen, so wäre Schokoladetorteessen für uns ein vollkommen normaler und natürlicher Vorgang, wie etwa die Luft zum Atmen.
Wir würden auch nicht darüber nachdenken, ob wir zur Abwechslung einmal einen Krustenbraten essen wollten oder Reis oder Nudeln, wir würden all diese anderen Gerichte zur Nahrungsaufnahme nicht kennen.

Also würden wir das tägliche Essen von Schokoladentorte nicht als Leid empfinden.

Was aber wäre, wenn wir andere Nahrungsmittel kennen würden, zum Beispiel den Krustenbraten?

Wir würden uns dann sicherlich auch freuen, wenn wir statt des Krustenbratens auch Schokoladentorte essen könnten. Aber schon nach einigen Tagen würde sich die Lust auf „Schokoladentorte essen“ in ein leidvolles „Schokoladentorte essen müssen“ wandeln. Wir würden dann, wenn nur Schokoladentorte zur Verfügung steht, diese Form der Nahrungsaufnahme als Zwang, Qual, und damit als Leid empfinden.
Damit sehen wir, dass erst das Wissen um ein alternatives Essen aus einem neutralen Vorgang („Schokoladentorte essen“) ein Leid werden lässt.

((Bild 34))
Beschreibung: Fall X: Wenn Leid auf A uns einwirkt und wir sehen keine Alternative, können wir Leid nicht erkennen und nicht empfinden.
Fall Y: Wenn Leid B auf uns einwirkt und wir kennen einen Alternativ-Zustand, so erkennen und empfinden wir Leid.

Ein sicherlich einfaches Beispiel.

Wir wollen ein wenig tiefer gehen und uns einer anderen Form von Leid zuwenden, und zwar dem seelischen Leid.
Seelisches Leid könnte der Verlust eines lieben Freundes, eine enttäuschte Liebe oder allgemein Veränderungen in Beziehungen sein.
Auch hier können wir sagen, dass ein solches Leid erst dadurch zum Leid wird, weil wir einen vergleichbaren „besseren“ alternativen Zustand kennen.
Anders gesagt, wenn wir einen Freund verlieren, so befinden wir uns danach in einem sozialen Zustand ohne diesen Freund.

Ein solcher Zustand wäre, wenn wir Freundschaft nie kennengelernt hätten, emotionslos betrachtet für uns kein Zustand von Leid. Würde ein solches Leid alleine aus sich heraus für uns einen leidvollen Zustand bedeuten, so müssten wir Menschen alle in tiefster Traurigkeit unser Leben fristen, denn wir würden all die nicht erfolgten Beziehungen, welche mit allen Menschen auf dieser Welt möglich wären, als Trauer und Leid empfinden müssen.
Da dies aber nicht so ist, und wir offensichtlich kein Leid über die nicht vorhandenen freundschaftlichen Beziehungen mit allen anderen Milliarden Menschen empfinden, ist das Leid über den Verlust eines lieben Menschen erst dadurch entstanden, weil wir den Zustand der Freundschaft oder Beziehung mit genau dieser Person kennen und erfahren konnten.
Also auch hier lässt sich zeigen, dass Leid nur aus dem Wissen oder der Erfahrung einer Alternative erfolgt.

Betrachten wir eine weitere Form des Leides, welche auf dem ersten Blick dem bisher gesagten zu widersprechen scheint, denken wir an körperliches Leid, den Schmerz.

Doch auch hier ist Schmerz nicht als ein absolutes Leid definierbar.
Es gibt beispielsweise Menschen, die keinen Schmerz empfinden. Und denken wir auch daran, dass Schmerz durch beispielsweise lokale Betäubung nicht mehr spürbar wird.
Bei einer Schmerzempfindung erfahren wir ebenfalls einen Zustand, welcher aus dem Wissen zweier unterschiedlicher Zustände resultiert.
Nehmen wir den Fall, dass wir uns mit einem Messer einen Schnitt zugefügt haben, beispielsweise in der Küche beim Gemüseschneiden.
Einmal kennen wir den Zustand ohne diesen Schnitt und den Zustand nach dem Schnitt.
Mit dem Entstehen der Verletzung senden wir über unsere Schmerzleitungen ein Signal an unser Gehirn. Unser Gehirn und damit wir, interpretieren dieses Signal als etwas, das nicht gut für uns ist.
Und damit verfügen wir über die Information zweier unterschiedlicher Zustände, einmal den Zustand ohne Schnitt und den Zustand mit Schnitt. Beide erst ergeben in unserem Bewusstsein das, was wir als Leid benennen.
Mit dem Fehlen einer dieser beiden Informationsebenen würden wir den Zustand nicht mehr als Leid empfinden, gleich ob mit Schnitt oder ohne Schnitt.

Das hört sich natürlich erst einmal unglaublich an. Jeder „vernünftige“ Mensch wird hier sagen, wenn ich mich schneide, und einen Schmerz empfinde, so habe ich subjektiv ein Leid erfahren.

Aber dass dies jedoch nicht so ist, und dass Leid tatsächlich erst durch das Wissen um eine Alternative entsteht, soll am folgenden Beispiel gezeigt werden.

Wir alle leben auf unserem Planeten etwa im Bereich der Meereshöhe. Seien es ein paar hundert Meter tiefer, seien es 2000, 3000 Meter höher (Gebirge)
Wer von uns empfindet aber den doch ungeheuren Druck als Leid, mit dem die Luft unseren Körper zusammenpresst?
Wenn wir uns auf bewohnbarer Meereshöhe befinden, so leben wir in Wirklichkeit wie auf dem Grund eines gigantischen Ozeans aus Luft, der auf unseren Körper mit einem ungeheuren Druck von etwa 10 Tonnen pro m² drückt (das ist etwa ein Drittel eines russischen T34 Panzers), und die Oberfläche eines Menschen ist mehr als ein Quadratmeter, der Druck auf uns ist also noch höher.

Das heißt, wenn ein Mensch nicht schon sein ganzes Leben diesem Druck ausgesetzt wäre, wir müssten unglaubliche Qualen alleine dadurch erleiden, dass wir auf der Erde leben. Wüssten wir um eine bessere Alternative, so würden wir dieses Leben auf der Erde als unermesslich großes Leid empfinden.

Jeder von uns, der schon einmal im Schwimmbad vier Meter tief getaucht war, kann erzählen, wie deutlich der Druck in dieser doch geringen Tiefe auf uns wirkt. Hier haben wir dann die Alternative, welche uns durch einen Vergleich erkennen lässt, dass das Leben in einer solchen geringen Tiefe schon für uns eine leidvolle Erfahrung wäre.

((Bild 35))
Beschreibung: Den Luftdruck mit 10 t/m² spüren wir nicht als Leid, da wir keine Alternative kennen. Den Wasserdruck mit 100 kg/m² empfinden wir als Leid, weil wir Alternativen (kein zusätzlicher Druck) kennen.

Noch klarer wird der Vergleich mit der Schwerkraft. Schwerkraft wird von uns nicht als Leid empfunden. Erst die Astronauten, welche in einem schwerelosen Zustand gelebt haben, empfinden bei der Rückkehr auf die Erde die Schwerkraft als Leid.

Und ich möchte auch – auch wenn es den wissenschaftlich-philosophischen Rahmen verlässt – daran erinnern, dass viele Berichte der sogenannten Nahtoderfahrungen davon erzählen, wie unangenehm der Gedanke für die möglichen Aus-dem-Leib-Getretenen war, wieder in den engen, fehlerhaften, kranken Körper zurückkehren zu müssen.

Zusammenfassend ist nun erkennbar, dass Leid an sich sehr wahrscheinlich subjektiv nicht existiert, sondern immer erst dann aus einem Zustand der Betrachtung entstehen kann, wenn wir über das Wissen einer Alternative verfügen.
Ohne eine solche Alternative ist Leid nicht definierbar.

Was hat das alles mit Gott zu tun?

Nun, diese vorige Erkenntnis, dass wir nur dann etwas als Leid empfinden, wenn wir einen Alternativzustand kennen, lässt uns somit eine Antwort auf die Frage finden, warum für ein allmächtiges Wesen, für Gott, alleine aus dem Ansatz seiner Allmacht, ein Leid nicht als Leid, nicht als „negativer“ Zustand, definierbar sein kann.
Leid ist immer, wie wir vorher gesehen haben, ein Zustand, dessen Zustandserkennung daraus resultiert, dass wir um einen höheren, „subjektiv besseren“ Zustand wissen.

Ein Wesen, welches in allem sich nicht nur in einem höchsten Zustand befindet, sondern das auch darüber hinaus dieser höchste Zustand selbst ist, kann sich nicht einen noch höheren Zustand vorstellen, geschweige denn über einen solchen noch höheren Zustand etwas „glauben“. Dadurch, dass ein solches Wesen das Maximum einer Existenz ist, ja aufgrund seiner Allmacht sein muss, ist der Vergleich mit einer „höheren“ Alternative nicht möglich.

Anders gesagt, für Gott kann es Leid aus seiner Existenz nicht geben. Das schließt zwar nicht aus, dass beispielsweise wir Menschen etwas als Leid empfinden, aber für einen allmächtigen Gott wäre dies kein für ihn eigenes wahrnehmbares Leid.
Leid „untergeordneter“ Wesen, wie wir Menschen es sind, wäre für einen allmächtigen Gott eher die Kenntnisnahme eines von zwei unterschiedlichen Zuständen im Menschen, der aufgrund eigener subjektiver Erfahrung seinen augenblicklichen Zustand als Leid definiert.
Menschliches Leid muss damit für ein über uns stehendes Wesen (Gott) nur eine neutrale Betrachtung sein, welche erst im Wissen um eine „bessere“ Alternative zum negativen Leid wird. Ein Wesen, das allmächtig ist, kann einem Vorgang, den wir Menschen zu Leid umetikettieren, nicht als Leid empfinden und sehen.

Vielleicht noch ein Beispiel zur Verdeutlichung:

Auf einem Eisenbahngleis werden zwei Waggons aneinander gekuppelt. Dazu stößt ein Waggon den anderen etwas an.
Aus unserer Sicht (denkende Wesen gegenüber den nichtdenkenden Waggons) ist der Vorgang ein Zusammenstoßen beider Puffer mit vielleicht einer geringen Verformung des Materials, aber damit eine optimale Nähe zu einander, so dass die beiden Waggons miteinander verkuppelt werden können.

Wären die beiden Waggons lebende Wesen, so würden sie vielleicht den Augenblick des Aufeinandertreffens der Puffer als Leid empfinden, weil sie den Augenblick des Aufeinandertreffens der beiden Puffer als Verformung, als Schmerz empfinden und diesen in Relation zum vorigen Zustand, der „Freiheit“ setzen und damit als Leid werten.
Für den Menschen jedoch, der die Waggons zusammenstellt, ist dieser Zusammenstoß nur wertneutral als ein Erreichen der maximalen Nähe beider Waggons zum Zweck der leichteren Verbindung zu betrachten.

Genauso wertneutral müsste ein Wesen, welches als das höchste Wesen definiert ist, ein Ereignis empfinden, welches wir Menschen subjektiv und nur aus Kenntnis einer Alternative als Leid benennen.
Auch wenn es natürlich nicht möglich ist, Eigenschaften und Verhaltensweisen von Gott zu beschreiben oder solche ihm zuzuordnen, die obige Erörterung könnte damit zeigen, dass es für Gott den Begriff Leid nicht geben kann und er ein mögliches Leid von uns Menschen auch nicht als etwas notwendig zu Veränderndes sieht, bestenfalls als eine neutrale Veränderung. Der Sinn oder die Folgen, welche sich aus dem „Leid“ ergeben, der könnte das Hauptmoment zur Beurteilung des Zustandes „Leid“ für Gott sein, und diesen Sinn können wir wohl nicht mit den gleichen Augen Gottes sehen.

Damit könnten wir diese doch etwas umfassende Erörterung zum Thema Leid und Verantwortung Gottes eigentlich abschließen.
Aber leider ist dabei immer noch eine weitere Frage nicht beantwortet.

Diese Frage lautet:

Warum aber gibt es immer wieder Berichte, in denen von einem Eingreifen Gottes (oder der Engel, oder der Heiligen) erzählt wird, wenn wir doch gesehen haben, dass das höchste Wesen Leid nicht als Leid empfindet?

Eigentlich ist diese Frage mit einer guten Wahrscheinlichkeit zu beantworten, auch wenn es keine philosophische Ableitung ist. Denn darin könnte die Antwort oder der „Nutzen“ eines Gebetes oder Meditation oder Zwiegespräch mit Gott liegen.

Das Gebet, das Zwiegespräch, die Anrufung Gottes oder der Engel oder der Heiligen in einer Form, die uns (nicht nur) die christliche Kirche zu lehren versucht, könnte ein (oftmals) funktionierender Weg sein, mit der jenseitigen Welt in Kommunikation zu gelangen, und so könnte der Wunsch oder die Bitte nach einer Änderung zu einem Wirken führen.

Der Vorgang eines Gebetes könnte (neben vielen anderen Elementen der Wirkung zu einer anderen Welt) nämlich DAS Element sein, über das wir Gott (oder den Engeln oder den Heiligen oder unserem jenseitigen Bewusstsein) unser Leid nahebringen, sie oder auch Gott etwas von unserer Not erfahren lassen, vielleicht auch den Wunsch zeigen, dass wir diesen Zustand des Leides beendet haben möchten.
Denn durch eine solche Handlung, einem Gebet, einem Hilferuf, einer Bitte, können wir unseren unglücklichen oder traurigen Zustand für Gott (Engel, Heilige) erkennbar, spürbar werden lassen.

Wenn wir mit unserem Gebet, unserem Zwiegespräch mit unserem Engel oder mit einem Heiligen oder mit Gott eine kommunikative Verbindung ermöglichen, so könnte unser (niederer) Schmerz erkannt werden und vielleicht wird aus der höheren Ebene (Himmel) Hilfe erfolgen.
Vielleicht auch gegen unsere physikalischen Gesetze, was immer wieder bei Wundern möglich ist.
Vielleicht aber ist auch schon der innere Friede, den wir im Rückfluss durch ein solches inniges Gebet oder Zwiegespräch erlangen können, mehr als das subjektive Leid, das wir ablegen wollen.
Das kann uns aber auch zeigen, dass es in der Liturgie Dinge geben könnte, welche wir Menschen (noch) nicht verstehen, Dinge und Handlungen, welche vielleicht aus einem unbewussten Wissen entstanden sind.

Abschließend, um wieder zum eigentlichen Thema zurückzukehren, können wir mit dieser vielleicht philosophischen Erörterung sehen, dass einmal der atheistische Beweis der Unfähigkeit Gottes kein Beweis, sondern eine als Beweis geführte Fragestellung und Implikation von Eigenschaften zu Gott ist, und zweitens, dass es für uns Menschen über die Liturgie des Gebetes durchaus eine Chance geben könnte, Leid von uns nehmen zu lassen.

 

Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

Gibt es ein Leben nach dem Tod?

Die Fragestellung

Leben wir, unser Bewusstsein, nach dem Tod weiter oder nicht?

In dieser kurzen Erörterung soll versucht werden, über einen physikalischen Nachweis diese Frage zu beantworten.
Es geht dabei nicht darum, den vielen Nahtoderfahrungen weitere Berichte zuzufügen, es geht auch nicht darum, pseudowissenschaftliche „Beweise“ und Halbheiten oder esoterische Annahmen einer Schlussfolgerung zugrunde zu legen, sondern eine Antwort alleine durch wissenschaftliche Überlegungen zu finden.

Der Nachweis des Weiterlebens unseres Bewusstseins nach dem Tod ist mit den heutigen wissenschaftlichen Kenntnissen nicht nachweisbar.
Es gibt (noch) keine Messwerte, keine reproduzierbaren Zusammenhänge, chemischer oder physikalischer Natur, welche uns direkt zeigen, dass eine Kommunikation mit einer Welt nach dem Tod, und damit der Beweis der Existenz einer Welt nach dem Tod möglich ist.
Natürlich gibt es eine Unmenge von Erkenntnissen, welche als Indiz auf ein Weiterleben einer Seele nach dem Tod hinweisen, denken wir nur an die vielen Berichte, wenn Väter im Krieg gefallen sind und die Nahestehenden dies „spürten“.
Es gibt auch eine Vielzahl von Berichten, die vor Ereignissen in der Zukunft warnen, und, nicht zuletzt, auch die christliche Kirche gründet sich auf eine Kommunikation mit Verstorbenen, wenn wir nur daran denken, dass Heilige angerufen werden, um „zu helfen“.
Doch all diese Berichte bleiben eben Berichte, auch wenn diese eine große Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit enthalten.

Ein Nachweis des Weiterlebens des Bewusstseins könnte trotzdem möglich sein.

Dazu müssen wir aber die Fragestellung ändern.
Wir dürfen nicht mehr fragen, ob das Leben nach dem Tod weitergeht, sondern wir müssen das Gegenteil der Fragestellung wissenschaftlich untersuchen und nachweisen, dass diese gegenteilige Annahme falsch ist. Wir müssen also die Frage nach dem Weiterleben umformen und uns den Standpunkt der Skeptiker, dass das Leben mit dem Tod erlischt, erörtern. Das heißt, wenn wir nachweisen können, dass die Annahme, mit dem Tod, mit dem Sterben des Gehirns „versiegt“ auch das Bewusstsein, falsch ist, so können wir dann den Schluss ziehen, dass das Bewusstsein auch mit dem Tod des Gehirns weiterexistiert.

Das gedankliche Experiment

Wie wir sehen werden, ist das Sterben ein rein physikalischer Vorgang, dessen Wirkungen und Begleiterlebnisse exakt physikalisch begründet werden können. Und es ließe sich daraus das Weiterleben des Bewusstseins in einer anderen, noch nicht fassbaren Welt, folgern.
Um nun nachzuweisen, dass es sich bei dem Sterben eben nicht um ein langsames Absterben der Gehirnmasse handelt, wollen wir das folgende Gedankenexperiment nachvollziehen:

Was geschähe, wenn der Tod das Ergebnis des Absterbens der Gehirnmasse wäre?

Wir würden (bei einem absterbenden Gehirn) folgendes erleben:

a. Sauerstoffzufuhr allgemein

Das Gehirn erhält keine Sauerstoffversorgung mehr.

Physikalisch ist es unmöglich, dass in ALLEN Bereichen des Gehirns zur selben Zeit die Zufuhr von Sauerstoff unterbrochen und beendet wäre. Stattdessen würden wir in den nächsten Sekunden und Minuten Bereiche im Gehirn finden, deren Blut noch mehr Sauerstoff enthält, und Bereiche, deren Blut weniger Sauerstoff enthält.

b. Sauerstoffgehalt in den Gehirnzellen

Es würde also im Gehirn Bereiche geben, die noch mehr Sauerstoff enthalten als andere, da diese Bereiche zum Beispiel in den letzten Sekunden vor dem Tode weniger Arbeit verrichteten.

c. Unterschiedliche Eigenschaften der Gehirnzellen

Des weiteren würde es im Gehirn auch Bereiche geben, die „länger durchhalten“ als andere Bereiche, sei es, dass sie neuere und damit widerstandsfähigere Zellen haben.

d. Der Abstand vom der Lunge

Der Sauerstoff wird von der Lunge über die einzelnen Bereiche des Gehirns transportiert. Und dabei wird der Anteil an Sauerstoff im Blut weniger.
Die Bereiche, welche also näher an der Quelle des Sauerstoffes (Lunge) liegen, können ihren Sauerstoff aus einem gesättigteren Blut entnehmen und habe daher die Möglichkeit, mehr Sauerstoff zu entziehen.

Zusammenfassung

Wie wir es auch betrachten, es kann auf keinen Fall so sein, dass das gesamte Gehirn von einem Moment auf den anderen vollkommen funktionsunfähig wurde.

Deshalb können wir daraus folgern, dass es im Gehirn unterschiedliche „Absterbenszeiten“ geben MUSS (Der hier notwendige Einwand, dass der „Tod“ des Zentralnervensystems ja den Ausfall aller weiteren Gehirnfunktionen nach sich zieht und daher ein „abruptes“ Absterben möglich wäre, kann mit der Überlegung, dass es ja auch Bereiche VOR dem Zentralnervensystem geben muss, welche dann aufgrund unterschiedlicher Sauerstoffkonzentrationen unterschiedlich funktioneren werden).

Gibt es nun diese unterschiedlichen „Absterbenszeiten“, so müsste bei nahezu ALLEN vielen Milliarden gestorbener Menschen Folgendes im Laufe der Sterbeminuten geschehen:

Es könnten, beispielsweise, als erstes die Gehirnbereiche des Sehens funktionsunfähig werden, es könnten als erstes die Gehirnbereiche der Bewegung absterben, es könnten als erstes die Gehirnbereiche des Hörens absterben, und so weiter und so fort. Wie wir es auch immer betrachten, jedes Sterben eines Lebewesens würde in irgendeinem Areal des Gehirnes beginnen, während die anderen Bereiche noch eine Restfunktionsfähigkeit besitzen.
Das heißt aber dann, dass EIN Weg der Kommunikation abgeschnitten ist, ANDERE Wege der Kommunikation aber noch funktionieren müssen.
Das würde sich dann (am Beispiel des absterbenden Sehbereiches) so zeigen, dass der Mensch noch zu uns sprechen und uns mitteilen könnte, dass er jetzt nichts mehr sieht, er könnte im Augenblick des Sterben sagen, jetzt sehe ich nichts mehr.
Er könnte uns auch sagen, dass er nichts mehr spürt, nichts mehr hört, sich nicht mehr bewegen kann.
Sollte das Sprachzentrum zuerst am Sauerstoffverlust betroffen sein, könnte er uns zeigen, dass er nicht mehr sprechen kann, er könnte das schreiben, mit Fingern mit uns kommunizieren oder Zeichen geben, er könnte seine Augen bewegen, u.s.w.

Wie wir es auch betrachten: Es würde IMMER ein Teilbereich des Gehirnes am Absterben sein, ein anderer Teilbereich aber noch funktionieren und damit eine Kommunikation ermöglichen.

NIEMALS aber würden von einem Augenblick zum anderen ALLE Funktionen der Kommunikation abbrechen!
Dass wir aber bei den vielen Milliarden gestorbenen Menschen keinen Bericht zu Menschen kennen, die im Sterben mit uns kommunizieren und dieses Absterben der restlichen Gehirnteile beschreiben (mit den Augen, den Fingern, dem Mund), ist damit ein Beweis dafür, dass die Theorie des Gehirnabsterbens als Grund für den Tod falsch ist.

Damit ist offensichtlich, dass es ein „langsames“ Absterben, ein „Versiechen“ zusammen mit der Zersetzung des Gehirns nicht geben kann.
Selbst Erklärungsversuche dieses Widerspruches (Der Tod geschieht in einem kurzen Augenblick und nicht über einen Zeitraum), unser Gehirn würde drogenähnliche Stoffe ausschütten, um uns über Halluzinationen den Tod „zu erleichtern“, werden damit widerlegt, denn auch diese Stoffe werden im Körper erzeugt und könnten nur zu unterschiedlichen Zeiten an unterschiedlichen Gehirnregionen ankommen bzw. zu wirken beginnen.

Damit lässt sich eine weitere Schlussfolgerung zeigen.

Es ist muss falsch sein, das Gehirn und das Bewusstsein als eine Einheit zu verstehen. Das eigentliche Organ Gehirn und das, was wir als Bewusstsein spüren, MÜSSEN zwei verschiedene Formen des Lebens sein. Nur so könnte der Widerspruch, dass einmal ein Zersetzungsvorgang stattfindet, andererseits aber es einen Augenblick gibt, der VORHER Bewusstsein, NACHHER kein Bewusstsein mehr hat, erklärt werden.

Nun könnte man weiter darüber nachdenken, dass, wenn das Gehirn also zwei verschiedene Formen des Seins beinhaltet, es irgendwie eine Form der Kommunikation zwischen beiden Formen geben müsste, also ein Austausch von „Daten“ zwischen dem Bewusstsein und dem Gehirn geschehen muss.
Wo könnten die Schnittstellen sein? Und welche physikalischen Eigenschaften müssten diese Schnittstellen haben, um „funktionieren“ zu können? Dazu gibt es indizielle Richtungen, welche wir im nächsten Kapitel erörtern, wenn wir die Frage stellen, WO könnte denn diese andere Welt sein? (Die folgenden Kapitel sind im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“beschrieben).

 


Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

Das Paradoxon des Eigentums

Die Lehre über den Kommunismus von Marx ist wahrscheinlich jedem Menschen ein Begriff. Genauso die Lehre über Buddhismus, Christentum, Demokratie, Diktatur und den vielen weiteren Theorien über das Zusammenleben einer Gemeinschaft.

Was eint all diese Lehren oder Ideologien?

Sie haben die gemeinsame Grundlage, dass das Grundeigentum der sozialen Gemeinschaft (Volk, Staat) allen Menschen innerhalb dieser Gemeinschaft gehören solle.

Das Problem dabei ist jedoch, dass keiner in dieser Gemeinschaft das Grundeigentum tatsächlich besitzt. Haben Sie schon mal versucht, Ihren Anteil am Besitz des Ihrer Gemeinde gehörenden Wasserwerkes oder Rathauses oder öffentlichen Parks zu verkaufen? Vermutlich nicht, denn das ist nicht möglich.

Es scheint offensichtlich zu sein, dass es eine Diskrepanz zwischen der Lehre (dem Volk gehört alles) und der Wirklichkeit (der Einzelne hat keine Verfügungsgewalt über das, was ihm eigentlich gehören sollte) gibt.

So schön die Lehre vom Kommunismus und ähnlichen Theorien vom Eigentum für alle klingen mag, diese mutieren im Laufe der Zeit zu einem Zustand, in welchem eine herrschende Klasse Gesetze und Regeln schafft, deren Merkmal es ist, dass die „gewöhnlichen“ Menschen soweit unterdrückt werden, dass der Machtanspruch der Oberen nicht mehr gefährdet ist oder infrage gestellt werden kann. Eine solche Unterdrückung kann offensichtlich (Diktatur) oder versteckt (Scheindemokratie) erfolgen, sie funktioniert über milde Methoden (Zensur, Überwachung, Parteienoligarchie) bis hin zum offenen Mord an der Gemeinschaft (unter dem kommunistischen Führer Stalin wurden mehr als 50 Millionen Menschen ermordet).

Dabei ist beispielsweise die Theorie von Marx als ideales Beispiel vielversprechend.
Doch wieso endet es, bei allem anfänglichen Altruismus, bei dem Wunsch, den Menschen etwas Gutes zu bringen, immer damit, dass die Masse der unteren Menschen von wenigen oberen Menschen unterdrückt wird und so im Unfrieden und Not leben muss?

Ein Grund dafür könnte im Paradoxon des Eigentums liegen.
Das Paradoxon des Eigentums wird wie folgt definiert:

Eine Ideologie (Das ist wertneutral und nicht negativ gemeint) beschreibt Regeln, wie sich die Menschen in eine Welt des Gesamteigentums transformieren können und welche sozialen Konstrukte um dieses Gemeinschaftseigentum entstehen sollen (Kolchosen, allen gehört alles,….).

Was aber fehlt, ist die gerechte Definition oder ein Regelwerk, wer denn über dieses Eigentum, welches doch allen gehört, verfügen kann, verfügen darf.
Dieses Eigentum, das nun allen gehört, wird ohne Besitzregelung zu einem Vakuum. Das heißt, es existiert das Eigentum der Gemeinschaft, aber niemand hat wirklich Zugriff im Sinne von Eigentum auf dieses nun herrenlose Eigentum, und, das ist mit ein entscheidendes Kriterium, niemand meldet einen Anspruch auf dieses Eigentum an.
Dieses Vakuum ist immer dann vorhanden, wenn von einer Ideologie Eigentum allen Menschen zugesprochen wird, es besteht in allen heutigen Formen des Gemeinschaftslebens, eben gleich ob Kommunismus oder Demokratie.

Was geschieht in der Folge diese Besitz-Vakuums?

Nun, da niemand einen rechtlichen Besitz darauf hat, weder das Volk (niemand kann seinen Anteil tatsächlich verkaufen) noch die Herrschenden (kein Politiker kann ein Wasserwerk verkaufen und den gesamten Ertrag für sich einnehmen, also sind auch die Herrschenden keine Eigentümer des Volkseigentums), so entstehen Regeln zum Verwalten dieses Vakuums. Das große Problem dabei ist, dass die Herrschenden, die natürlich diese Regeln schaffen, diese Regeln so schreiben, dass SIE eine gewisse Macht über das Eigentum ausüben können (ohne es je zu besitzen), und dass dem Volk möglichst wenig an Macht über das Eigentum gelassen wird.

Mit zunehmender Verfestigung der Macht über Verfügbarkeit des Eigentums wächst zwangsläufig bei den Herrschenden zwei entscheidende Faktoren:

  1. Die Herrschenden „verwalten“ das Eigentum in einer Weise, dass ihnen selbst ein möglichst großer und meist regelmäßiger Gewinn zukommt, oft in der Form, dass sie denen real über ihnen stehenden Menschen (Die eigentlichen Herrschenden aus Kapital und – oder Einfluss und Macht) Teile des vakuumisierten Eigentums zukommen lassen, vielleicht über Nutzungsverträge (Selbstverständlich zum Wohle des Volkes) oder über den Verkauf gegen ein geringes Entgeld für die Gemeinschaft, aber großen Gewinn für die Käufer und im Zuge des Verkaufes auch in Form von Provisionen oder durch Vergabe von hochdotierten Posten im Umfeld des Käufers.
  2. Die Furcht davor, dass „die Menschen draußen im Lande“ nach einer Mitbestimmung drängen und etwas von der Macht zum Behandeln des Eigentums einfordern und so den „Oberen“ etwas von den zu erwartenden Bereicherungen abzwicken könnten.

Deshalb muss das Volk entweder durch Brot und Spiele (siehe im alten Rom) abgelenkt und beruhigt werden, oder, wenn nicht mehr genug Geld für Brot und Spiele vorhanden ist, muss das Volk mittels Zensur, Verboten, Gesetzen und Kriminalisierung von Nichtigkeiten oder durch neue erfundene oder schwammige Tatbestände so unter Druck gesetzt und damit unten gehalten werden, dass ihnen jeder Gedanke an das Miteigentum abhandenkommt.

Dass diese Mechanismen, welche sich zwangsläufig aus dem Vakuum des Gemeinschaftseigentums herausbilden, auch für heutige „moderne“ Formen der Gemeinschaften gültig sind, erleben wir heute in den Demokratien, wenn auch diese Mechanismen erheblich diffuser und undurchsichtiger gehalten werden.

Ob es denn überhaupt Formen einer Gemeinschaft geben kann, welche diese Mechanismen der Bereicherung an „eigentumsfreien“ Eigentum nicht in Gang setzen, ist wohl schwer zu beantworten und wir werden dazu sicherlich keine Lösung erörtern oder skizzieren können, vielleicht aber darüber nachdenken.

In der Vergangenheit gab es natürlich zumindest eine Form der Gemeinschaft, in welcher es ein solches Besitzvakuum nicht gab. Das waren die Herrschaftsformen wie Königtum oder allgemein Feudalherrschaft. Dem König gehörte alles. Aber leider gehörten damals dem König auch die Menschen, sodass, zumindest für die Untertanen, kein Anteil am Besitz möglich war. Im Gegenteil, dadurch, dass der Feudalherrscher ALLES besaß, mussten die Menschen auf der Stufe von Sklaven leben. Gemildert nur durch die Einrichtung von Zwischenpuffern, der Hierarchie von Beamten, Günstlingen,u.s.w., welche durch verliehene Teil-Mächte über die Unteren in wenigen, oft genau abgegrenzten Bereichen bestimmen konnten.

Vielleicht könnte sich in einer Zukunft eine Gesellschaft entwickeln, welche dieses Besitzvakuum mit echtem Besitz ausfüllt, und vielleicht liegt der Schlüssel für eine glückliche und zufriedene Gesellschaft genau darin.

Last uns deshalb ein wenig darüber nachdenken, wie einen solche Gesellschaft aussehen könnte.

Zum ersten müsste ein Rechtsanspruch auf das Gemeinschaftseigentum hergeleitet werden. Dieser Rechtsanspruch könnte, und hier würde vielleicht eine Aufgabe einer künftigen Gesellschaft liegen, der Anspruch durch die göttliche Abstammung definiert werden. Das heißt, dass allen Menschen dadurch, dass wir alle ein (echter) Teil Gottes sind, das Recht auf das Eigentum gegeben ist. Nichts anderes haben früher die Feudalherrscher getan, indem diese den Anspruch auf den Besitz des gesamten Landes und der Menschen damit begründeten, dass sie von Gottes Gnaden zum Herrscher gemacht (geboren) wurden.

Eine solche Gesellschaft würde sich dann dadurch definieren, dass ein jeder Mensch bei der Geburt seinen ihm zugemessenen Anteil am Gesamtvermögen der Gemeinschaft (des Staates) übertragen wird. Beispielsweise am Land Deutschland mit ca. 90 Millionen Einwohnern würde das bedeuten, dass jeder Neugeborene 1/90 millionstel Anteil an allem (Grund, Straßen, Wasserwerke, Vermögen, etc.) mit Geburt besitzt.
Damit müsste dann der Staat jedem Besitzenden aus den vom Eigentum erwirtschafteten Gewinnen einen Anteil ausbezahlen. Man könnte dies als eine Art negative Steuer betrachten. Im Grunde genommen ändert sich nichts an der jetzigen Situation, aber auch die Ärmsten erhalten damit eine Unterstützung, vielleicht sogar in Form eines Grundeinkommens.
Das Geld, welches der Staat zur Erwirtschaftung eines Gewinnes benötigt, könnte aus den Bereichen kommen, welche heute schon zum Einkommen des Staates beitragen. Firmen, Betriebe, der Mittelstand, alle Formen von Initiativen, welche es einem einzelnen Menschen ermöglichen, MEHR Geld zu verdienen als das Grundeinkommen, könnten damit zum Staatsgewinn beitragen. Damit wäre auch der Anreiz da, etwas für den eigenen sozialen (weil besserer Verdienst) Status zu tun.
Ein weiterer Vorteil wäre es, dass dieses Recht auf einen echten Besitz letztendlich ein Ur-Recht darstellt. Dieses Recht könnte bei Vergehen oder Straftaten zum Teil oder zeitlich befristet, dem Rechtsverletzenden abgesprochen werden. Damit wäre eine gesellschaftsmoralische Grundlage für die Änderung des Strafrechtes in ein Handelsrecht (Die Frage, ob ein Handelsrecht das heutige Strafrecht ersetzen sollte, wird in einer anderen Betrachtung zur Diskussion gestellt) gegeben.

Soweit als erster Gedanke für eine Diskussion zu einer möglichen Verbesserung des friedlichen Miteinanders in unserer menschlichen Gemeinschaft.

Es fehlt noch der Hinweis, dass es natürlich schon gesellschaftliche Formen gibt, in welchen dieses Besitz-Vakuum nicht existiert. Eine solche gesellschaftliche Gruppe sehen wir in der Form der zweitkleinsten Gemeinschaft, der Familie. Dort ist das Besitzvakuum zum großen Teil verschwunden. Zwar besitzen die Eltern formal das Eigentum der Familie, aber den Kindern steht ein gewisser Anspruch rechtlich zu (Beispiel Pflichtanteil beim Erbe, die Erbschaft an sich, die Unterstützung in Not durch die Eltern….). Und die Kinder „profitieren“ von dem Eigentum über die Fürsorge der Eltern (Das ist der Idealzustand. Heute können Familien kaum mehr Eigentum schaffen, was vielleicht so gewollt sein könnte, aber, worin mit einer großen Wahrscheinlichkeit, die Ursache zu finden ist, dass die Familien, deren Kinder, und das soziale Umfeld verwahrlosen und so über die fehlende Nestwärme die Menschheit in einem permanenten Überlebenskampf gehalten werden und damit keine Gefahr mehr für die Herrschenden darstellen).

Eine funktionierende und zufriedene Gesellschaft könnte vielleicht dadurch geschaffen werden, wenn das Besitz-Vakuum durch den echten Besitz ersetzt und Regeln zur Verwaltung erarbeitet werden. Dieses Handeln als Vertreter der Eigentümer müsste dann aber, im Gegensatz zur heutigen Praxis, verantwortlich und damit auch in letzter Konsequenz (handels)-strafbewehrt (Die möglichen Sanktionen gegen eine Bereicherung der Oberen in den demokratischen Systemen wird, vielleicht damit sich das System erhält, durch Regeln und Gesetze verhindert) erfolgen.

Es wäre vielleicht wert, darüber nachzudenken.

 

Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net

Das Paradoxon der Offenbarungen

Um es gleich vorwegzunehmen, diese Erörterung ist keine Ansammlung von Widersprüchen in den jeweiligen niedergeschriebenen Offenbarungen. Es gibt in der christlichen Überlieferungen eine große Zahl von offensichtlichen Fälschungen, Fehlern und Widersprüchen. Genauso können wir im Koran auf Widersprüche oder fragliche Verse hinweisen.

Solche Offensichtlichkeiten sollen hier nicht Thema werden.
Stattdessen werden wir im Folgenden philosophisch und frei von Ideologien darüber nachdenken und zur Diskussion stellen, ob Überlieferungen der Worte Gottes tatsächlich das immer gültige und damit das vollkommene Wort Gottes enthalten können.

Jede Überlieferung des Wortes Gottes hat zwei Bereiche, welche eine Überlieferung begrenzen.

Ein einfacher mathematischer Ansatz nach der Mengenlehre zeigt uns diese Problematik. Betrachten wir die Menge an Wissen, welche der Mensch in der Lage ist, aufzunehmen und die Menge an Wissen Gottes und es ist offensichtlich, dass die Menge des Wissens Gottes größer sein muss als die mögliche maximal aufzunehmende Menge Wissen des Menschen.
Gott müsste nach der Definition eines allmächtigen Gottes über ein unbeschreibbares Wissen verfügen, er muss im Grunde alles, was er erschaffen hat und noch erschaffen wird, alle Regeln, welche er gesetzt hat und noch setzen wird, Vergangenes und Zukünftiges, von Anbeginn an wissen.
Für den Menschen dagegen ist es offensichtlich unmöglich, dieses gesamte Wissen zu empfangen und zu verstehen.
Deshalb kann jede Form der Übertragung des Wissens von Gott auf den Menschen von dem Menschen nur selektiv wahrgenommen und verstanden werden.
Die Gesamtheit der Botschaft Gottes an den Menschen kann also in der Übertragung und in der Erkenntnis kaum und vollständig dem Wort Gottes entsprechen (Damit ergibt sich die Andeutung eines Widerspruches zur Vorstellung der Allmacht Gottes. Denn wenn die Übertragung der gewollten Worte Gottes unvollständig durch den Menschen wahrgenommen wird, würde damit aus der Sicht Gottes ein Unterschied zwischen Wunsch und Wirklichkeit entstehen und damit ein Bereich außerhalb des Wirkens Gottes definierbar werden. Dieser Widerspruch könnte dadurch gelöst werden, dass Gott seine Worte nach dem Aufnahmevermögen des Menschen richtet, was aber ebenso zu einem Widerspruch zur Gottesvorstellung führt, denn damit müsste Gott sich an eine außerhalb seiner Macht bestehenden Gegebenheit richten, was dem Gedanken der Allmacht Gottes widerspricht).

Den zweiten Aspekt zu der Frage der Fehlerfreiheit der Überlieferungen ist die Unmöglichkeit des Empfangenden, selbst das übermittelte Teilwissen richtig zu interpretieren. Nehmen wir als Beispiel an, dass eine Prophezeiung die Gefahren von Triebwerken der heutigen Flugzeuge zum Inhalt hatte (zugegeben, das ist ein schwaches Beispiel, aber es lässt sich auf eigentlich alle anderen Bereiche übertragen). Vor zweitausend Jahren kannte noch niemand fliegende Maschinen und war auch nicht in der Lage, beispielsweise die Funktionsweise eine Strahlturbine zu verstehen. Die Prophezeiung zu Segen und Schaden einer Strahlturbine würde damit für den Menschen sinnentleert sein. Weder kann der Prophet die Bedeutung der Information erfassen, noch kann er diese richtig weitergeben.

Es gibt noch einen dritten Bereich, welcher die Prophezeiungen als unvollkommen zeigt. Das ist die zeitliche Komponente. Eine Prophezeiung, beispielsweise von Regeln, kann niemals für alle Zeiten und für alle Lebensformen gültig sein. Sie kann bestenfalls für einen Zeitraum gelten, eher auch nur für einen Zeitraum, in welchem der Prophet gerade lebt. Als Beispiel betrachten wir die Vorschrift der Muslime, dass Rindfleisch zu essen erlaubt sei. Für die damalige Zeit hat diese Vorschrift sicherlich ihren Sinn gehabt. Aber wenn wir diese Regel aus der heutigen Sicht betrachten, müsste die Prophezeiung zumindest anders formuliert worden sein, etwa in der Art, dass Rindfleisch gut ist, aber in der Zukunft ein Virus das Essen von Rindfleisch für einen Zeitraum verbieten würde (Rinderwahnsinn, der sich auf den Menschen übertragen kann). Dieses Beispiel macht deutlich, dass eine Prophezeiung immer nur im jeweiligen Zeitkontext gelten kann.

Aus den obigen Argumenten können wir folgern, dass die von Gott empfangenen Informationen unvollständig sein müssen und dass damit die Grundlagen der Religionen, wenn diese sich wortgetreu auf solche Überlieferungen berufen, sehr wahrscheinlich nicht das vollständige Wort Gottes befolgen können.

Ergänzend sei zu sagen, dass ein Prophet oder Mensch mit einer besonderen Gabe, das Wort Gottes zu empfangen, mit der Weitergabe der Worte immer, auch im Bemühen einer richtigen Interpretation der empfangenen Inhalte, eigene Formulierungen verwenden muss. Und diese Formulierungen beruhen auf dem eigenen Kenntnisstand, auf eigenen Bildern, auf eigenen Vorstellungen. Das, was ein Mensch hört, versteht er erst dann, wenn er das Gehörte mit bereits bekannten Bildern im Gehirn verknüpft. Wenn diese Bilder zwangsläufig fehlen, weil diese erst in späteren Zeiten bekannt werden, kann die Interpretation nicht richtig sein.

Ein einfacher Satz möge das eben erörterte deutlich machen:

Das Wort Gottes kann als ein Ozean der Informationen gesehen werden, einem Menschen aber ist es nur möglich, daraus einen Fingerhut voll zu schöpfen. Mit dem Wissen, welches dann im Fingerhut enthalten ist, kann die vollständige Weisheit und Wissen Gottes nicht vollständig erfasst werden.

Die mögliche Erkenntnis daraus soll, damit ein möglicher Konflikt der Überlieferungen mit späteren neuen Erkenntnissen einer Religion nicht mehr zu schaden imstande ist, wie folgt zur Diskussion gestellt werden:

Die Theologien könnten lernen, die Überlieferungen der Worte Gottes in den Zeiten der Entstehung der verschiedenen Religionen neu zu betrachten. Nicht mehr die einzelnen Worte sollten das bestimmende und entscheidende Kriterium sein, sondern der Kontext, die Absicht, die Interpretation zu den unterschiedlichen Wissensständen könnte uns der Erkenntnis des Willens Gottes näher bringen.
Könnten wir unseren Blick erweitern und versuchen, eine Offenbarung nicht mehr als ein alleinstellendes Merkmal der eigenen Religion, sondern im Kontext des Geistes Gottes über alle Zeiten zu setzen, könnte es wahrscheinlich werden, dass wir uns in der Gesamtheit der Religionen den Vorgaben Gottes besser nähern werden.

Eine solche neue Form der Betrachtung der Überlieferungen der Worte Gottes würde, als positiver und vielleicht sogar von Gott gewollter Effekt, der gesamten Menschheit die Vision eines friedlichen Miteinanders aller Religionen näherbringen können.

 

Weitergehende Diskussionsgrundlagen im Buch: „Neue Theologie Physik Indizien Experimente“
Trailer zum Buch: https://youtu.be/JWR_aD6JgRQ
Webpräsenz des Projektes: https://www.platon-projekt.net